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Die Mächte der Tradition

  • Ludwig Bernhard
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Zusammenfassung

In dem erfreulichen und nützlichen Wetteifer, der sich zwischen den geistigen Organisationen Deutschlands und Frankreichs abspielt, haben die Deutschen lange die starke Chance genießen können, daß Frankreich während des 19. Jahrhunderts keine Universitäten gehabt hat. Die französischen Universitäten sind seit 1789 vernichtet worden, um erst 1896 wieder geschaffen zu werden. Die große Revolution hatte von 1789 ab allmählich die akademischen Privilegien beseitigt1. Seit 1793 wurden die Universitäten zum größten Teil tatsächlich geschlossen und ihre Vermögen eingezogen2. Nur hie und da fristeten noch einige „Collèges“ ihr Dasein. Den Abschluß des Vernichtungswerkes bildete das Dekret vom 25. Februar 1795 (7. ventose an III), das die Errichtung staatlicher „Zentralschulen“ in ganz Frankreich anordnete und in Kapitel 3 erklärte: En conséquence de la présente loi, tous les anciens établissements consacrés à l’instruction publique, sous le nom de collèges, et salariés par la nation sont et demeurent supprimés dans toute l’étendue de la république1. Von diesen vernichtenden Ereignissen wurden 21 französische Universitäten und die Universität Straßburg getroffen.

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Notes

Literatur

  1. 1.
    Am 21. September 1789 beseitigte die Assemblée constituante das Vorrecht der Universität Paris einen eigenen Gerichtsbezirk zu bilden. Am 22. Dezember 1789 wurden die Universitäten der örtlichen Verwaltung (administration départementale) unterstellt. Die „Direktorien“ der Departements wurden vorgesetzte Behörde. — Am 24. Mai 1791 wurde die Rektorwahl suspendiert und die Ernennung der Professoren dem „Directoire du Département“ übertragen, (Die Urkunden über diese Vorgänge sind abgedruckt bei Charles Jourdain, Histoire de l’Université de Paris au 17. et au 18. siècle. Paris bei Hachette 1862–1866. — S. 481 und 487.)Google Scholar
  2. 2.
    Noch im Juli und August 1793, während der Schreckensherrschaft des am 6. April 1793 eingesetzten Comité du salut public, veranstaltete die Universität Paris den üblichen allgemeinen Wettbewerb (concours général). Es waren dieselben Lehrer wie sonst, dieselben Formalitäten, dieselben Fragen und Antworten, dieselben als Preise verteilten Kränze; nur mit dem Unterschiede, daß ein Repräsentant des Nationalkonvents eine Ansprache hielt: „Diese Kränze sind nicht die des Hochmuts und der Tyrannei; es sind die Kränze des Eifers und der Talente... “ Über diese letzte Aktion der Universität Paris existiert ein ProtokoU, das für die Lage sehr bezeichnend ist. Es ist in dem Urkundenteil der Histoire von Jourdain als Nr. CCXXXV abgedruckt.Google Scholar
  3. 1.
    Becueil de lois et règlements concernant l’instruction publique. Paris 1814. Bd. I, 2. Teil, S. 40/41.Google Scholar
  4. 2.
    Gundlings, Historie der Gekhrtheit. Dritter Teil 1736, S. 3093.Google Scholar
  5. 3.
    So heißt es in dem 1735 erschienenen dritten Teil der „Historie der Gelahrtheit“, S. 3093. Frankfurt u. Leipzig bei Spring.Google Scholar
  6. 4.
    Description historique et topographique de la ville de Strasbourg. Anonym. Strasbourg chez Amand Koenig 1785, S. 100.Google Scholar
  7. 5.
    Louis Liard, l’enseignement supérieur en France 1789–1889, Bd. 1, S. 64. Über die Einseitigkeit dieses Werkes, das vielen noch heute als maßgebend gilt, siehe S. 17.Google Scholar
  8. 1.
    In den Archives Nationales befindet sich unter A. F. III, 107 das „Mémoire des anciens professeurs de l’Université de Strassbourg“. Abgedruckt bei Liard a. a. O.Google Scholar
  9. 2.
    Bescheidener erscheint die historische Rolle der Sorbonne, wenn man sie nicht an dieser politischen Frage, sondern an den tiefen religiösen Problemen mißt, welche die Welt vom 14. bis zum 18. Jahrhundert bewegten. Vgl. hierzu Adolf Harnack: Dogmengeschichte, 3. Aufl., III., S. 430 u. 647ff.Google Scholar
  10. 1.
    Siehe hierüber A. Oauchies Veröffentlichung „Le Gallicanisme en Sorbonne d’après la correspondance de Bargellini“. Revue d’histoire ecclèsiastique. Louvain 1902 u. 1903, insbes. 1903, Nr. 1, S. 39ff. u. 449ff.Google Scholar
  11. 2.
    Daher die Notwendigkeit, sich zuerst an Kongregationen zu wenden (1762) und alsdann (1766) öffentlich zur Bewerbung um Professuren aufzufordern. — Gegen das Heranziehen von Kongregationen hatte die Universität Bedenken, offenbar, weil die Kongregationen keine Lehrer hatten, die sich mit den Jesuiten messen konnten. Schon am 24. März 1762 wies der Rektor der Universität Paris auf diese Gefahr hin: „Placet summopere caveri ne institutio a Jesuitis transeat ad alias quasdam congregationes, quae nuUa nobiscum societate academica conjunctae sunt“, (Jourdain 1. c. S. 400.)Google Scholar
  12. 1.
    Abgedruckt im vollen Wortlaut im Urkundenteil von Jourdain a. a. O. Nr. CLXXVILGoogle Scholar
  13. 2.
    Das Reglement von 1766 ist abgedruckt bei Jourdain a. a. O., S. 422 ff. Siehe hierzu auch unten Kap. 11.Google Scholar
  14. 3.
    Daß die Gelehrten der Pariser Universität sich darin selbst nicht sicher fühlten, zeigt z.B. der Beschluß der Fakultät, die Veröffentlichung der über Montesquieus ,Esprit des lois’ gefällten „censure“ auf unbestimmte Zeit zu vertagen. Jourdain a. a. O. S. 389 teilt die Akten darüber mit.Google Scholar
  15. 1.
    Tuxgot z. B., der als Bakkalaureus im Jahre 1750 einen Vortrag in der Pariser Universität gehalten hatte, griff 1767 — als die theologische Fakultät Marmontels „Belisaire“ öffentlich verurteilte — die Universität in einer aufsehenerregenden — aUerdings anonymen — Broschüre an. (Die Broschüre ist in der Gesamtausgabe von Turgots Werken, Paris 1810, im 4. Bande, abgedruckt.)Google Scholar
  16. 2.
    Voltaire schrieb am 30. September 1767 an d’Alembert: „Gardez-vous de recevoir jamais dans l’Académie un seul homme de l’Université. “Google Scholar
  17. 3.
    Von Guizot in den Annales de l’éducation 1813–1814 veröffentlicht.Google Scholar
  18. 4.
    Man findet diesen für die Geschichte des Universitätswesens wichtigen Plan in den von dem Physiker Francois Arago besorgten Oeuvres de Condorcet Paris Firmin Didot frères 1847–49, Bd. 7, S. 449ff. Der Plan ist am 20. und 21. April 1792 der Assemblée nationale „au nom du Comité d’instruction publique“ vorgelegt worden.Google Scholar
  19. 5.
    Johann August Ernesti, 1707–1781 Professor der Universität Leipzig (vorher Rektor der Thomasschule), war einer der führenden Pädagogen im 18. Jahrhundert.Google Scholar
  20. 1.
    Condorcet hat in den Jahren 1791 und 1792 Aufsätze und Entwürfe über das Unterrichtswesen verfaßt, die sämtlich abgedruckt sind im 7. Bande der oben zitierten von F. A rag o herausgegebenen Ouvres de Condorcet,Google Scholar
  21. 2.
    Ein Wort aus Condorcets der Nationalversammlung am 20. April 1791 vorgelegtem „Rapport“. Oeuvres a. a. O. S. 478.Google Scholar
  22. 3.
    In Wilhelmv. Humboldts berühmter, unvollendeter Denkschrift, die er als Chef der preußischen Unterrichtsverwaltung im Winter 1909–10 schrieb, werden ähnliche Gedanken so ausgedrückt: „Der Staat muß sich immer bewußt bleiben, daß er immer hinderlich ist, sobald er sich hineinmischt, daß die Sache an sich ohne ihn unendlich besser gehen würde und daß es sich eigentlich nur so damit verhält: daß, da es nun einmal in der positiven Gesellschaft äußere Formen und Mittel für jedes irgend ausgebreitete Wirken geben muß, er die Pflicht hat, diese auch für die Bearbeitung der Wissenschaft herbeizuschaffen; daß etwa nicht bloß die Art, wie er diese Formen und Mittel beschafft, dem Wesen der Sache schädlich werden kann, sondern der Umstand selbst, daß es überhaupt solche äußere Formen und Mittel für etwas ganz Fremdes gibt, immer notwendig nachteilig einwirkt und das Geistige und Hohe in die materieUe und niedere Wirklichkeit herabzieht; und daß er daher nur darum vorzüglich wieder das innere Wesen vor Augen haben muß, um gut zu machen, was er selbst, wenngleich ohne seine Schuld, verdirbt oder gehindert hat. “ Abgedruckt im Urkundenband (Bd. 2) der Geschichte der Königlich Preußischen Akademie der Wissenschaften von Adolf Harnack S. 361ff.Google Scholar
  23. 4.
    Rapport a. a. O. S. 453.Google Scholar
  24. 1.
    Rapport a. a. O. S. 623.Google Scholar
  25. 2.
    Condorcet: „Nature et object de l’instruction publique“. Premier Mémoire. Oeuvres a. a. O. S. 212.Google Scholar
  26. 1.
    Sciences mathematiques et philologues.Google Scholar
  27. 2.
    Sciences morales et politiques (Philosophie, Geschichte, Geographie, Jurisprudenz und Nationalökonomie),Google Scholar
  28. 3.
    Application des Sciences (insbesondere Medizin).Google Scholar
  29. 4.
    littérature et beaux arts (Sprachen, Kunst).Google Scholar
  30. 4.
    „Projet de Décret“ Condorcet Oeuvres a. a. O., S. 629ff.Google Scholar
  31. 1.
    a. a O. S. 528.Google Scholar
  32. 2.
    Rapport sur l’instruction publique fait au nom du comité de construction à rassemblée nationale. 10. 11. et 19. septembre 1791 par M. de. Talleyrand-Périgord. Paris 1791, gedruckt bei Baudouin. — Der Bericht umfaßt 126 Seiten und wird durch ausführliche Gesetzentwürfe (Projet de décrets sur l’instruction publique) und durch eine Reihe von Tafeln, welche den Plan veranschaulichen, ergänzt.Google Scholar
  33. 1.
    Rapport a. a. O. S. 55 und S. 170 ff.Google Scholar
  34. 2.
    Rapport a. a. O. S. 42 und S. 156.Google Scholar
  35. 3.
    Rapport a. a. O. S. 163.Google Scholar
  36. 4.
    Rapport a. a. O. S. 212.Google Scholar
  37. 5.
    Vgl. Rapport a. a. O. S. 58.Google Scholar
  38. 1.
    Memoires du prince de Talleyrand, publiées par le duc de Broglie. Paris 1891/92, Bd 1, S. 134.Google Scholar
  39. 2.
    Vgl. Lacour-Gayet, Talleyrand. Paris 1928, S. 140.Google Scholar
  40. 3.
    Das mir vorliegende Exemplar trägt eine eigenhändige Widmung Talleyrands für Friedrich Jacobi, der seit 1804 Präsident der Münchener Akademie der Wissenschaften war.Google Scholar
  41. 4.
    Il y aura auprès de chaque lycée chef-lieu d’une académie, une faculté des lettres: eUe sera composée du professeur de belles-lettres du lycée, et de deux autres professeurs. Le proviseur et le censeur pourront leur ètre adjoints. Le doyen sera choisi parmi les trois premiers membres. Recueil de lois et règlements concernant l’instruction publique. Bd. 4, S. 4.Google Scholar
  42. 6.
    Michel Bréal: Quelques mots sur l’instruction publique en France. Paris 1872. S. 328. — Ein Buch, das die Unterrichtsreform wesentlich gefördert hat.Google Scholar
  43. 1.
    Michel Bréal in dem oben zitierten Buch vom Jahre 1872, S. 328ff.Google Scholar
  44. 2.
    Recueil Bd. 4, S. 344.Google Scholar
  45. 1.
    Veröffentlicht zum Teil in „Bulletin de la Maison française de Columbia university“ 1926, zum Teil in den „Annales de l’Université de Paris“ 1927, S. 224ff.Google Scholar
  46. 1.
    Eugène Ha tin: Histoire politique et littéraire de la Presse en France. Paris 1859–1861, Bd 8, S. 567.Google Scholar
  47. 2.
    Das Wort stammt aus einer Proklamation Ludwigs XVIII. vom Jahre 1820.Google Scholar
  48. 1.
    Veröffentlicht Paris 1832. (Rapport sur Pêtat de l’instruction publique dans quelques pays de l’Allemagne et particulièrement en Prusse.) Die oben zitierten Sätze finden sich auf S. 109.Google Scholar
  49. 2.
    In Victor Cousins „Rapport“ ist dies Wort nicht enthalten. Bogdan Krieger, der sichere Schütze geflügelter Worte hat es auch nirgends entdecken können. Wohl aber finde ich in Cousins „Rapport“, 2. Teil, S. 215, eine Wendung, die Cousin nach der Besichtigung des Potsdamer Seminars notierte: „Preußen, das klassische Land der Turnübungen (des exercices gymnastiques). “Google Scholar
  50. 1.
    Victor Duruy: Notes et Souvenirs. Paris 1910, Bd I, S. 204ff. Meine Darstellung der Ära Duruy verziehtet auf die Benutzung der Angaben, die Louis Liard im zweiten Bande seines Werkes: L’enseignement supérieur en France bringt, obwohl dies Werk allgemein als „maßgebend“ gilt und jedem Fremden, der sich für französisches Unterrichtswesen interessiert, von den offiziellen Stellen noch heute empfohlen wrid. Liards Buch war die offizielle Lesart seiner Zeit. Sie legte Wert darauf, das geistige Zerstörungswerk, welches die große Revolution an den Universitäten vollbrachte, nach Möglichkeit zu entschuldigen und die bedeutenden Anfänge der Universitätsreform nicht dem zweiten Kaiserreich, sondern der dritten Republik gutzuschreiben. — Als ich im Jahre 1908 zum ersten Male in Paris war, „regierte“ Liard gerade als Rektor der Universität, und ich war Zeuge einer persönlichen Herrschaft, welche ministerielle Gewalt und akademisches Amt vereinigte. Sein Wort war immer das letzte. Mit der neuen Universitätsreform war er, den jemand „l’Althoff français“ nannte, persönlich so eng verbunden, daß er die große Bedeutung der Ära Duruy — auf der sein Wirken geistig eigentlich beruhte — nicht gerecht zu würdigen vermochte. Das Erscheinen der mit zahlreichen Urkunden belegten Erinnerungen Victor Duruys (Victor Duruy: Notes et Souvenirs, 2 Bde, Paris 1901) und die Mitteilungen, die Ernest Lavis se nach dem Tode Duruys veröffentlichte (Revue de Paris 1896, Nr. 2 u. 6), haben die edle Persönlichkeit Duruys, seine Absichten und seine Leistungen für die Universitätsreform klar hervortreten lassen. Meine DarsteUung, die ich im Rahmen dieser Studie leider sehr kurz fassen muß, beruht auf diesen beiden Publikationen und auf dem offiziellen Material, das enthalten ist in den bei Delalain publizierten Urkunden: „L’Administration de l’Instruction publique de 1863 à 1869“. (Von 1863–1869 war Victor Duruy Unterrichtsminister.)Google Scholar
  51. 2.
    Ernest Lavisse: a.a.O. S. 248ff.Google Scholar
  52. 1.
    Ernest La visse ist dann nach dem Kriege 1870/71 als Vorkämpfer für eine Reform der französischen Fakultäten hervorgetreten, und zwar immer im Hinblick auf das deutsche Vorbild. Siehe besonders: „La Fondation de l’Université de Berlin“ (Revue des Deux-Mondes, 15. Mai 1876); ferner: „L’enseignement supérieur en France“. Paris 1878; „Questions d’enseignement national“, Paris 1885.Google Scholar
  53. 2.
    Victor Duruy: a. a. O. I, S. 204.Google Scholar
  54. 3.
    Ernest Lavisse: a.a.O. S. 49.Google Scholar
  55. 4.
    Jules Simon: L’Ecole; Paris 1865, S. 15ff.Google Scholar
  56. 5.
    Ernest Lavisse: a.a.O. S. 52.Google Scholar
  57. 1.
    Jules Ferry übernahm in den Jahren, in welchen es galt, die Unterrichtsreform in Gang zu bringen, nicht weniger als viermal das Unterrichtsministerium so daß er vom 4. Februar 1879 bis zum 20. November 1883 mit kurzen Unterbrechungen Unterrichtsminister war.Google Scholar
  58. 2.
    Michel Bréal, der Philologe, veröffentlichte im Jahre 1872: „Quelques mots sur l’instruction publique en France“ eine Schrift, die durch ihren Witz und durch ihre rücksichtslose Offenheit sehr stark wirkte und noch heute zu dem besten gehört, was man über den Geist des französischen Unterrichtswesens lesen kann. Jules Simon und Michel Bréal haben unter der dritten Republik auch praktisch — als Unterrichtsminister — die Universitätsreform gefördert.Google Scholar
  59. 1.
    Article 60 loi de finance vom 17. Juli 1889, welcher die „Budgets des Facultés“ schuf, hatte zu Verwaltungsanordnungen Anlaß gegeben, die von zentra-listisch eingestellten Persönlichkeiten scharf kritisiert wurden.Google Scholar
  60. 2.
    „Rendre à l’Etat lui — même, sans dépendre de lui, le service de préparer des fonctionaires. “ Aus einer am 31. Mai 1896 gehaltenen Bede Aucocs (Le 26e Anniversaire de la Fondation, Bericht der École libre des sciences politiques. Paris 1896.)Google Scholar
  61. 2.
    „Mais alors que dans tout le reste de l’Europe, surtout en Allemagne, les universités se developpaient, s’enrichissaient, produisaient à l’envie, en France les facultés mal venues, mal organisées, mal logées, mal outillées, mal dotées, mal pourvues en personnel, restaient languissantes et aux trois quarts steriles. “ Louis Liard: l’université de Paris. S. 45. Paris 1909.Google Scholar
  62. 1.
    Zum Beweise stelle ich hier die mir bekannt gewordenen französischen Schriften über deutsche Universitäten aus den Jahren 1871–1888 chronologisch zusammen, ohne daß ich Anspruch auf Vollständigkeit dieser Reihe erheben möchte: Boutroux; La vie universitaire en Allemagne (Revue politique et littéraire. 2. Dez. 1871). O. Hippeau: l’instruction publique en Allemagne. (Paris 1873). Ernest Lavisse: La Fondation de l’Université de Berlin (Revue des deux Mondes 15. Mai 1876). Montargis: PUniversité de Goettinque. (Paris 1878.) Seignobos: Bibliographie de l’Enseignement supérieur allemand. (Paris 1878). Cammartin: PUniversité de Heidelberg. (Paris 1879.) Edm. Dreyfus-Brisac: l’Université de Bonn et l’enseignement supérieur en Allemagne. (Paris 1879.) FusteldeCoulanges: De Penseignement supérieur en Allemagne d’après des rapports récents (Revue des deux Mondes. 16. August 1879). Lache lier: PUniversité de Heidelberg. (Paris 1879.) Lindenlaub: PUniversité de Heidelberg. (Paris 1879.) Saignobos: Penseignement de l’histoire dans les Universités aUemandes. (Paris 1881.) Collignon: Penseignement de l’archéologie classique dans les Universités allemandes. (Paris 1882.) Collard: Trois Universités allemandes considérées au point de vue de Penseignement de la philologie classique. (Louvain 1882.) Seaille s: Penseignement de la philosophie en Allemagne. (Paris 1883.) Jullian: Notes sur les séminaires historiques et philosophiques des Universités aUemandes. (Paris 1884.) Meric: Universités allemandes et séminaires français. (Paris 1884.) Durkheim: La Philosophie dans les Universités aUemandes. (Paris 1887.) Lefranc: l’enseignement de Phistoire dans les universités de Berlin, Leipzig etc. (Paris 1888.)Google Scholar
  63. 2.
    FerdinandLot: L’enseignement supérieur en France. Ce qu’il est — ce qu’il devrait être. Paris 1892.Google Scholar
  64. 1.
    Lot: a.a.O. S. 130.Google Scholar
  65. 2.
    Über die Absichten der Regierung gibt am besten Aufschluß der Bericht, den der Ministerialdirektor des Unterrichtsministeriums im Dezember 1885 im Conseil supérieur de l’Instruction publique erstattet hat. „Exposé des motifs du projet de décret (v. 28. Dez. 1885) sur l’organisation des Facultés et des Écoles d’enseignement supérieur. “ Abgedruckt in der Sammlung de Beauchamp. IV, S. 211 ff. Über die Auffassung, welche die an der Universitätsreform unmittelbar interessierten Fakultäten Frankreichs hatten, siehe die „Enquêtes et Documents relatifs à l’Enseignement supérieur. “ Bd 16. (Paris 1885). — Fermer kommen in Betracht die Berichte von Raimond Poinearé und Bardoux zum Universitätsgesetz vom 10. Juli 1896 (abgedruckt bei de Beauchamp V, 693ff.). — Ferner die im Bulletin administratif von 1897, II, 335, 360 und 985 mitgeteilten Motive, Berichte und Diskussionen über die Universitätsorganisation.Google Scholar
  66. 1.
    Izoulet, l’âme française et les Universités nouvelles Paris 1891.Google Scholar
  67. 2.
    Liard hatte sich in die Wissenschaft eingeführt durch eine von der Akademie gekrönte Schrift. ,.La Science positive et le métaphysique“. 2. Aufl. Paris 1883. Er veröffentlichte ferner ein Buch über Descartes (Paris 1882) und drei kleinere philosophische Arbeiten. Größere Bedeutung gewann er durch seine Schriften über das Unterrichtswesen, insbesondere durch sein in dieser Studie bereits erwähntes historisches Werk: „L’enseignement supérieur en France depuis 1789 jusqu’á 1889. “Google Scholar
  68. 3.
    Abgedruckt in der Sammlung de Beauchamp III, 774ff.Google Scholar

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© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1930

Authors and Affiliations

  • Ludwig Bernhard
    • 1
  1. 1.Universität BerlinDeutschland

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