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Die Centralverwaltung

  • Conrad Bornhak

Zusammenfassung

Der Geheime Rat war ursprünglich gedacht als oberste Verwaltungsbehörde des Staates für alle Zweige der Verwaltung. Noch die Geheimeratsordnung von 1651 hatte diesen Gedanken festzuhalten gesucht. Die Chefs der damals gebildeten neunzehn Departements waren nur die Referenten im Geheimen Nate und die vortragenden Räte des Fürsten, während die kollegialische Beratung und Beschließung des Geheimen Rats über alle Zweige der Verwaltung unberührt blieb. Die Durchführung der Realunion der einzelnen Provinzen in verschiedenen Zweigen der Verwaltung hatte nun aber zum Teil schon unter dem großen Kurfürsten, noch mehr unter seinem Nachfolger, zur Bildung neuer, dem Geheimen Rate nicht unterstellter Verwaltungsbehörden für den ganzen Staat geführt. So schieden Domänenverwaltung, Intendanturwesen, Polizei- und Steuerverwaltung aus der Verwaltungssphäre des Geheimen Rats aus, wäjrend er mit der Kirchenverwaltung von Anfang an nicht befaßt war, und ihm die Rechtsprechung durch Bildung des Geh. Juslizrats entzogen wurde.

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Literatur

  1. 1).
    Klaproth und Cosmar, Gesch. des Wirkl. Geh. Staatsrats, Berlin 1805, S. 229. Daß nur die Lehns-, Hoheits- und Gnadenfachen nach Provinzen verteilt waren, ergiebt sich u. a. ans einem Briefe des sächsischen Gesandten v. Mantenffel v. 9. 4. 1713, wo es heißt, „le département des graces et des charges“ sei in der oben erwähnten Weise unter sechs Minister verteilt worden. Vgl. Droysen, a. a. O. IX, 2, S. 24, N. 2.Google Scholar
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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1885

Authors and Affiliations

  • Conrad Bornhak

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