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Mitteilungen aus dem Staatsspital zu Philippopel

  • Dr. Wörner

Zusammenfassung

Am 26. Juli bin ich mit der Expedition Eckert aus Berlin ausgereist (siehe den Bericht des Genannten), am 30. Juli in Sofia eingetroffen. Am 31. Juli nachmittags erhielten wir auf der kgl. Sanitätsinspektion zu Sofia von Herrn Oberst Dr. Kiranow, dem Sanitätschef, den Bescheid, daß zwei von uns in Sofia und zwei in Philippopel beschäftigt werden sollten. Stabsarzt Dr. Eckert und Dr. Hesse blieben in Sofia, Dr. Rosenthal und ich entschieden uns für Philippopel. Am 1. August vormittags 10 Uhr sollten wir dahin abreisen. Der endlose Zug, überfüllt mit invaliden und verwundeten Offizieren und Soldaten, fuhr aber erst gegen 2 Uhr nachmittags ab und kam um 2 Uhr morgens in Philippopel an. Daselbst war von unserer Ankunft nichts bekannt, und demgemäß auch niemand da, uns abzuholen. Zufällig entdeckten wir einen Herrn mit der Rote Kreuz — Binde, der französisch sprach und aus eigenem Antrieb uns behilflich war. Er brachte uns mit einem Wagen ins Hotel Molle, wo wir eben noch das letzte Zimmer bekommen konnten. Das Hotel war auch während unseres ganzen Aufenthaltes in Philippopel dauernd überfüllt, da die meisten Räume von etwa 20 gefangenen türkischen Offizieren besetzt waren. Die wenigen Privatpersonen, die sich zurzeit den Strapazen einer Reise in Bulgarien unterziehen mußten, konnten nur mit Mühe ein Unterkommen im Badezimmer oder ähnlichen Gelassen finden.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1914

Authors and Affiliations

  • Dr. Wörner
    • 1
  1. 1.Medizinischen Abteilung des Städtischen KrankenhausesFrankfurt a. M.Deutschland

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