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Institutionelle Arrangements und Verhaltensweisen der Marktteilnehmer im Handel

  • Thomas Braun
Part of the Physica-Schriften zur Betriebswirtschaft book series (PHYSICA-SCHRIFT, volume 69)

Zusammenfassung

In dem für die vorliegende Arbeit grundlegenden Modell und seinen Erweiterungen wird stets davon ausgegangen, daß sich die möglichen Finanztransaktionen aller Beteiligten im Erwerb bzw. in der Veräußerung riskanter Titel eines einzigen Emittenten einerseits sowie in der Kassenhaltung bzw. Aufnahme zinsloser23 Kredite andererseits erschöpfen.

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Literatur

  1. 24.
    Eine ökonomische Analyse verschiedener Handelsstrategien findet sich in Schwartz (1988), chapter 8.Google Scholar
  2. 25.
    Tirole (1981), Proposition 1, nennt vier Bedingungen, von denen wenigstens eine erfüllt sein muß, damit in einem Gleichgewicht mit rationalen Erwartungen überhaupt Handel stattfindet: (a) Risikofreude bei einigen Marktteilnehmern; (b) Divergierende a priori Erwartungen; (c) Umverteilungseffekte aufgrund der Bereitschaft von Preiszugeständnissen bei einigen Marktteilnehmern oder (d) Risikoteilungsüberlegungen. Dies unterstreicht noch einmal die fundamentale Bedeutung der Bereitschaft des Publikums zu Preiszugeständnissen für das Zustandekommen organisierter Märkte.Google Scholar
  3. In Gleichgewichten mit rationalen Erwartungen und asymmetrisch verteilter Information, wie z.B. bei Grossman (1976), (1977) und Grossman/Stiglitz (1980) verhindert der durch das Publikum erzeugte “noise” zudem, daß das Preissystem eindeutige Rückschlüsse auf die private Information zuläßt, die über die Nachfrage der privat informierten Marktteilnehmer Eingang in das Preissystem findet. Wenn die Beschaffung von Informationen Kosten verursacht, würde andernfalls kein Gleichgewicht existieren. Charakteristisch für den von Grossman entwickelten Modelltyp ist, daß Zufallseinflüsse letztlich nur die passive Kulisse für rational agierende Marktteilnehmer bilden. Unter diesen Umständen dominieren die rational agierenden Marktteilnehmer das Marktgeschehen.Google Scholar
  4. Ein anderer Zweig der Literatur befaßt sich mit dem Einfluß von Marktteilnehmern, die lösgelöst von fundamentalen Entwicklungen aktive Strategien verfolgen. MENKHOFF/RöCKEMANN (1994) unterscheiden in diesem Sinne zwischen individuell anomalem Verhalten (statt passivem Verhalten) und gruppeninteraktivem Verhalten (statt aktivem Verhalten). Dabei wird nicht ausgeschlossen, daß die losgelöst von fundamentalen Entwicklungen agierenden Marktteilnehmer weitaus stärker von selbstinitiierten Kurstrends profitieren als fundamental orientierte Marktteilnehmer, so daß irrationale Elemente letzlich die Oberhand über das Marktgeschehen gewinnen, wie z.B. bei DELONG/ SHLEIFER/SUMMERS/WALDMANN (1990). Kritiker wenden ein, daß sich auf diese Weise jede gewünschte Aussage über das Preissystem durch entsprechende Annahmen über das Verhalten der “noise trader” herbeiführen läßt. Diesem Einwand halten die Protagonisten dieser Form der Modellbildung entgegen, daß sie empirische Phänomene erklären können, für die die Vertreter der “reinen Lehre” keine Erklärung besitzen, vgl. hierzu SHLEIFER/SUMMERS (1990).Google Scholar
  5. 26.
    Diese Annahme wird in der angelsächsischen Literatur gewöhnlich als i.i.d. (independently indentically distributed) Annahme bezeichnet.Google Scholar
  6. 27.
    Vgl. bspw. CHUNG (1978), 224 – 248.Google Scholar
  7. 28.
    Weiterführende Details zu den Momenten der Absolutwerte normalverteilter Zufallsvariablen finden sich z.B. bei SHALEN (1993) und BLUME/EASLEY/O’HARA (1994).Google Scholar
  8. 29.
    Dies ist ein fundamentaler Vorteil der zeitlichen und örtlichen Konzentration des Handels im Rahmen sog. call auctions. Vgl. hierzu SCHMIDT/OESTERHELWEG/TRESKE(1996).Google Scholar
  9. 30.
    Ein Ansatz zur Erklärung solchen Verhaltens findet sich bspw. bei HOPENHAYN/WERNER (1996).Google Scholar
  10. 31.
    ANDERS ALLEN/GALE (1994), bei denen die persönliche Liquidität von Marktteilnehmern variiert.Google Scholar
  11. 32.
    Dabei wird zunächst davon ausgegangen, daß die Einrichtung eines Marktes keine Kosten verursacht.Google Scholar
  12. 33.
    Eine Ausnahme macht Abschnitt 3.2.4.2. Dort wird exemplarisch untersucht, welche Auswirkungen sich auf die Liquidität ergeben, wenn bei der Erteilung eines Kauf- oder Verkaufsauftrags nicht sicher ist, zu welchem Kurs dieser Auftrag abgerechnet werden wird.Google Scholar
  13. 36.
    Bekanntermaßen hat das aktuell vorhandene Vermögen bei konstanter absoluter Risikoaver-sion keinen Einfluß auf die Entscheidung über riskante Investitionen, vgl. hierzu z.B. BRAY (1990).Google Scholar

Copyright information

© Physica-Verlag Heidelberg 1998

Authors and Affiliations

  • Thomas Braun
    • 1
  1. 1.Lehrstuhl für Betriebswirtscharftslehre, insbesondere FinanzwirtschaftUniversität BielefeldBielefeldDeutschland

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