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Geschichtliche Uebersicht über die Steuerreform-Verhandlungen

  • Moritz Wiggers
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Zusammenfassung

Nachdem die Leibeigenschaft im Jahre 1820 aufgehoben und der Anfang zur Verbesserung unserer Communicationsmittel gemacht war, entwickelte sich das Bedürfniß einer Steuerreform und das Verlangen nach derselben. Die Lockerung der Scholle, welche den Leibeigenen an die Kette fesselte, erforderte Freizügigkeit und die Erweiterung der Erwerbsrechte desselben, falls die Aufhebung der Leibeigenschaft nicht einzig und allein dem Gutsherrn zum Vortheil gereichen sollte. Der Leibeigene hatte ein Recht auf Arbeit und Unterhalt. Der Freigelassene durfte gekündigt werden. Wenn man ihm nun nicht die freie Verwerthung seiner Arbeitskräfte gestattete, so gerieth er in eine viel größere Abhängigkeit, als je zuvor. Der Freizügigkeit und der Erweiterung der natürlichen Menschenrechte opponirten sich indeß namentlich auch die Städte mit ihren Bannrechten und Zunftprivilegien. Diese aber hingen wieder mit unseren Steuerverhältnissen innig zusammen. Die Fortschritte in den Verkehrsmitteln deckten den Widerspruch auf, der darin lag, auf der einen Seite die dem freien Verkehr entgegenstehenden natürlichen Hindernisse zu beseitigen, auf der andern Seite, an einem Steuersystem festzuhalteu, welches die Entwickelung des Verkehrs künstlich hemmte. Alles dies ward die Veranlassung zu dem Beginn der Steuerreformverhandlungen auf dem Landtage des Jahres 1824.

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© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1862

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  • Moritz Wiggers

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