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Gedämpfte Drehschwingungen

  • Heinrich Holzer
Chapter

Zusammenfassung

In unseren bisherigen Untersuchungen über Drehschwingungen haben wir stillschweigend von Bewegungswiderständen aller Art abgesehen. Die freien Drehschwingungen müßten demnach, einmal angeregt, unbegrenzt weiterdauern, obwohl keine erregenden harmonischen Momente wirken, und zur Aufrechterhaltung der erzwungenen Schwingungen brauchten die erregenden Momente keinerlei Arbeit zu leisten. Beide Folgerungen widersprechen jedoch der Erfahrung; denn in Wirklichkeit kommen Schwingungen ohne Bewegungswiderstände nicht vor. Diese Widerstände bewirken bei freien Schwingungen das bekannte, allmähliche Kleinerwerden der Schwingungsausschläge bis zum gänzlichen Erlöschen, und bei erzwungenen Schwingungen muß dauernd die zur Überwindung der Widerstände verbrauchte Arbeit von den erregenden periodischen Kräften oder Momenten geleistet werden. Im Falle der Resonanz, d. h. bei Übereinstimmung der Periode der erregenden Kräfte mit einer der Eigenschwingungen des schwingenden Systems verhüten die Bewegungswiderstände das dauernde Anwachsen der Schwingungsausschläge bis zum Bruch. Wegen dieser Eigenschaften bezeichnet man die Bewegungswiderstände auch als dämpfende Kräfte oder kurzweg als Dämpfung. Da sich in vielen praktischen Fällen die Resonanz nicht vermeiden läßt, so ist es von größtem Interesse, die Ausschläge und die Beanspruchungen bei gedämpften Schwingungen und damit auch die Gefährlichkeit der Resonanz zahlenmäßig berechnen zu können. Dazu muß man zunächst die Größe und Wirkungs-Weise der dämpfenden Widerstände kennen.

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Notes

Copyright information

© Julius Springer in Berlin 1921

Authors and Affiliations

  • Heinrich Holzer
    • 1
  1. 1.Maschinenfabrik Augsburg-NürnbergDeutschland

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