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Therapeutisches zur Bekämpfung der Acidose bei Intoxikation

  • Arvo Ylppö

Zusammenfassung

Daß die Intoxikation einen gewissen acidotischen Zustand in sich schließt, geht zur Genüge aus dem Vorangegangenen hervor. Nun ist die Intoxikation meistens mit einem absoluten oder relativen Hungerzustand verbunden, und dieser begünstigt ja schon seinerseits die Entstehung der Acidose bei einem gesunden Organismus. Nun wäre der erste Gedanke, im FaIle man der Acidose eine schädliche Rolle bei del Intoxikation zuschreibt, der, daß man den Kindern reichlich Nahrung zuführt. Die Nahrungsaufnahme und -resorption ist aber schon wegen des Zustandes des Kindes, teils wegen der Appetitlosigkeit, teils wegen des heftigen Durchfalls im akuten Stadium äußerst gering. Und in den Fallen, wo eine Nahrungsaufnahme von seiten des Kindes möglich ist, geben wir wiederum dem Kinde nur kleine Mengen, weil durch die Empirie in der Klinik nachgewiesen wurde, daß die Entgiftung der toxischen Kinder rascher, wie das besonders von Finkelstein1) hervorgehoben worden ist, bei stark beschrankter Nahrungszufuhr eintritt. Es könnte demnach scheinen, daß die Acidose etwas ganz Nebensächliches und Harmloses bei Intoxikation wäre, und doch ist dem wohlnicht so.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1916

Authors and Affiliations

  • Arvo Ylppö

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