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Medicinalflora pp 109-136 | Cite as

Gymnospermen

Cycadeen, Coniferen und Gnetaceen
  • Carl Müller

Zusammenfassung

Als Gymnospermen oder Nacktsamige bezeichnet man diejenigen Blüthenpflanzen, deren Samenanlagen nicht in einem geschlossenen Blattgebilde, also nicht wie bei den höheren, weiterhin zu besprechenden Blüthenpflanzen innerhalb eines Fruchtknotens zur Entwickelung gelangen. Die Samenanlagen der Gymnospermen bilden sich vielmehr — wenigstens in den typischen Fällen — auf der inneren Fläche oder an dem Rande meist flach ausgebreiteter Blätter, der „Fruchtblätter“. Bezüglich dieser liegen die Samenanlagen also frei und offen, unbedeckt, und man hat deshalb die ganze Abtheilung dieser Gewächse die „Nacktsamigen“ genannt. Damit ist nun freilich nicht gesagt, dass die eines Schutzes gegen von aussen kommende Unbilden bedürftigen Samenanlagen ganz frei sich den Blicken darbieten. In der Mehrzahl der Fälle sind die Fruchtblätter schuppenartig entwickelt und schliessen so eng aneinander, dass die weiblichen Blüthen zu mehr oder minder festen Zapfen werden; so besonders in der Familie der Zapfenträger (Coniferen), zu denen unsere bekannten Nadelbäume, die Tannen, Fichten und Kiefern, gehören. Die Tannenzapfen dürften jedermann zur Genüge bekannt sein. (Vgl. Fig. 80). In vielen Fällen liegen aber die Samenanlagen fast völlig frei, die Spitze besonderer Zweige besetzend, doch bilden sich selbst in solchen Fällen schützende Hüllen, häutige Schuppenblättchen, nach Art von Knospenschuppen an dem Grunde der Samenanlage aus.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1890

Authors and Affiliations

  • Carl Müller
    • 1
    • 2
  1. 1.pflanzenphysiologischen Institut der UniversitätDeutschland
  2. 2.botanischen Institutköniglichen landwirthschaftlichen Hochschule zu BerlinDeutschland

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