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Zusammenfassung

Seit etwa 15 Jahren hat auf dem Gebiete der Forstwirthschaft eine lebhafte und tiefgehende Reformbewegung begonnen, welche voraussichtlich mit der Umgestaltung der üblichen Waldbenutzungs-Arten endigen wird. Erörterungen über die volkswirthstlich berechtigten Zielpunkte des Waldbaues durchtönen seit dieser Zeit den schriftlichen und mündlichen Gedanken-Austausch der Forstwirthe; die Würdigung der hergebrachten Bewirthschaftungs-Arten nach ihrer Leistungsfähigkeit für die Volkswohlfahrt steht im Vordergrunde der Diskussion. Es ist, so behauptet eine zwar kleine, aber rührige Reform-Partei, irrationell und gemeinschädlich, wenn die heutige Forstwirthschaft als obersten Zweck die nachhaltige Gewinnung des größten Rohertregs erstrebt, ohne den erreichbaren Keinertrag, wie überhaupt die thatsächliche Verzinsung der aufgewendeten Grund- und Betriebs-Kapitalien zu beachten. Man nennt diese bedingungslose Erzeugung des größten Brutto-Ertrags, deren wesentliches Merkmal die massenhafte Produktion von Althölzern mittelst hoher Umtriebszeiten ist, eine privatwirthschaftlich schadenbringende und national-ökonomisch nich zu rechtfertigende Benutzungsweise und fordert eine Ordnung des Forstbetriebs aus rein privatwirthschaftlichen Gesichtspunkten — die Bemessung und Festsetzung der hauptsächlichen Wirthschaftsmaßnahmen nach der muthmaßlichen Rentabilität.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1875

Authors and Affiliations

  • Gustav Wagener
    • 1
  1. 1.Gräfl. Castell. ForstmeisterDeutschland

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