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Praktikable Formen der postoperativen Schmerztherapie

  • C. Maier
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Part of the Refresher Course Aktuelles Wissen für Anästhesisten book series (REFRESHER COUR, volume 21)

Zusammenfassung

Die Behandlung postoperativer Schmerzen ist eine eigentlich selbstverständliche ärztliche Aufgabe. Hierfür stehen ausreichend und nachweislich wirksame und verträgliche Medikamente und Verfahren zur Verfügung. Ihre Darstellung soll aber nicht der wesentliche Inhalt dieses Skripts sein. Das Problem für den Anästhesisten liegt in der Praktikabilität der Schmerztherapie, besonders auf allgemeinen Pflegestationen:
  • Ungeachtet vieler Studien und überzeugender klinischer Beobachtungen bei Risikopatienten gibt es bis heute keinen statistischen Beweis, daß die Behandlung von postoperativen Schmerzen die Morbidität und Mortalität signifikant verringert.

  • Andererseits ist keine Schmerztherapie risikofrei, bei jedem Verfahren können sogar tödliche Komplikationen auftreten. Dieses gilt ebenso für parenteral verabreichte Nichtopioide, für die PCA und für jede Form der Regionalanalgesie.

  • Die Überwachungsbedingungen entsprechen nicht dem Standard, den der Anästhesist im OP, im Aufwachraum oder auf der Intensivstation voraussetzen kann.

  • Die Therapie erfolgt — im Unterschied zum OP — bei Patienten, für die Vertreter anderer Fachdisziplinen die ärztliche und juristische Primärverantwortung tragen. Schmerzen sind zudem — objektiv wie subjektiv — nur ein Teil der postoperativen Problematik. Andere Störungen (Nahtinsuffizienz, Infektion) oder Beschwerden (z. B. Übelkeit, Erbrechen, Stuhlgangsprobleme, Verlust von Gliedmaßen, Depressivität) können für den Patienten und den Krankheitsverlauf bedeutsamer sein. Für die Planung und Überwachung der Schmerztherapie ist die Kenntnis des konkreten Verlaufs unumgänglich, zumal viele der genannten Aspekte Gefahren und Wirksamkeit der anästhesiologischen Begleittherapie beeinflussen.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1995

Authors and Affiliations

  • C. Maier

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