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Der Aufbau der Psychose

  • Karl Birnbaum

Zusammenfassung

Der „Aufbau der Psychose“ (Birnbaum) schließt sich nicht nur zufällig unmittelbar an den allgemein-psychopathologischen Teil dieses Handbuchs an und tritt damit zugleich an die Spitze des speziellen klinischen Teils. Er gehört vielmehr aus inneren Gründen dahin. Die Aufbaubetrachtung vermittelt von sich aus den Übergang vom einen zum andern, bildet das Bindeglied zwischen beiden. Sie führt von den unselbständigen Teil- und Einzelgebilden allgemein-psychopathologischer Natur direkt hinüber zu den komplexen selbständigen Bildungen der klinischen Ganzheiten und Einheiten. Der Aufbau in diesem Sinne ist also ein psychiatrischer Zwischenbegriff oder noch bestimmter ausgedrückt: ein allgemein-klinischer Begriff im Gegensatz zu den allgemeinpsychopathologischen (Symptomen- und Syndromen-) Begriffen und den speziellen klinischen (Krankheits-) Begriffen. Er bezieht sich grundsätzlich auf (und setzt also grundsätzlich voraus) zusammengesetzte Bildungen, wie sie die klinische Empirie ihm darbietet, und er kommt daher auch erst in Frage, wenn man über jene einfachen allgemeinen psychopathologischen Gegebenheiten hinaus zu höheren (klinischen) Gebilden vordringt. Welcher Art Gebilde es sind oder es sein müssen, auf die sich der Aufbau bezieht, ist an sich von vornherein nicht festgelegt oder festzulegen, hängt vielmehr davon ab, was die Klinik bei ihrer Betrachtung als solche zusammengesetzten höheren Bildungen heraushebt, und worauf sie bei ihrer Verarbeitung und Bewertung besonderes Gewicht legt.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1928

Authors and Affiliations

  • Karl Birnbaum
    • 1
  1. 1.BerlinDeutschland

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