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Stanzen, Aufreiben und Bohren

  • F. W. Dencer

Zusammenfassung

Die Vertragsbedingungen schreiben meistens genau vor, welche Löcher zu stanzen, welche vorzustanzen und aufzureiben oder welche zu bohren sind. Bei Hochbaukonstruktionen und untergeordneten Brückenbauteilen können bis zu einer bestimmten Materialstärke die Löcher sofort auf den endgültigen Durchmesser gestanzt werden. Es ist erforderlich, eine Höchstgrenze für die bei diesem Verfahren zugelassene Materialstärke festzusetzen, weil stärkeres Material beim Stanzen an den Lochrändern beschädigt wird, außerdem werden bei größeren Stärken die Stanzstempel brechen. Im Brückenbau werden die Löcher der Haupttragteile und Anschlüsse im allgemeinen auf einen kleineren Durchmesser vorgestanzt, um dann auf den vorgeschriebenen Lochdurchmesser aufgerieben zu werden. Zuweilen wird das Aufreiben der Löcher auch für die untergeordneten Teile vorgeschrieben. Bei größeren Materialstärken ist es notwendig, die Löcher zu bohren, was zwar teurer als Stanzen und Aufreiben ist, aber das beim Stanzen, wie bereits erwähnt, unvermeidliche Beschädigen des Materials am Lochrande von vornherein vermeidet. Dieses beim Vorstanzen der Löcher in Mitleidenschaft gezogene Material wird beim Aufreiben entfernt. Da das Aufreiben an der zusammengebauten Konstruktion geschieht, ergeben sich durchgehend glatte Lochwandungen, während die einzeln gebohrten und dann ohne Aufreiben zusammengebauten Teile nicht so gut passende Löcher aufweisen.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1928

Authors and Affiliations

  • F. W. Dencer
    • 1
  1. 1.Mitglied der „American Society of Civil Engineers“ und der „Western Society of Engineers“Werk Gary der „American Bridge Company“USA

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