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Die Theorie der chromatischen Aberrationen

  • A. König

Zusammenfassung

Bisher ist die Lehre von der optischen Abbildung unter der stillschweigend gemachten Voraussetzung behandelt worden, daß jedem Medium ein bestimmter Brechungsindex zukommt. Nun ist aber der Brechungsindex eine Funktion der Wellenläge, der Farbe des Lichts, und zwar ist dieser Zusammenhang für jedes Medium ein andrer. Fällt daher ein weißer Lichtstrahl, der aus Strahlen der verschiedenen Wellenlängen besteht, auf eine brechende Fläche, so wird er, falls er nicht gerade senkrecht einfällt, in ein Büschel farbiger Lichtstrahlen zerlegt, die von dem Einfallspunkt nach verschiedenen Richtungen auseinandergellen. Nur bei rein katoptrischen Systemen entspricht daher dem Objekt ein Bild in dem Sinne, wie wir es bisher kennen lernten, bei dioptrischen und katadioptrischen Systemen entspricht dem Objekt eine Reihe über- und hintereinanderliegender Bilder von verschiedenen Farben. Man faßt nun diese Bilderreihe als ein mit chromatischen Aberrationen behaftetes Bild auf. Diese chromatischen Aberrationen oder Abweichungen wegen der Farbenzerstreuung betreffen alle Faktoren der Abbildung, die ja sämtlich vom Brechungsindex abhängig sind und daher auch wie dieser mit der Farbe variieren. Man unterscheidet zwischen den chromatischen Aberrationen der Grundfaktoren der Abbildung, die die Lage und Größe der Bilder bestimmen, und den chromatischen Variationen der verschiedenen Bildfehler.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1904

Authors and Affiliations

  • A. König

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