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Zusammenfassung

Es kommen im Handel drei Sorten von Safran vor, englischer, spanischer und französischer. Bei uns wird der englische am moisten geschäßt; seine Blätter find breit, Frisch, steis, intension gelb, und ihr Geruch ist stark gewürzhaft, Weniger geschäßt ist der tiefrothe, orangesarbige. Damit der Safran schwerer ins Gewicht fällt, wird er mit Del befeuchtet. Dadurch verliert er jedoch bedeutend an seiner Gewürzhastigkeit, und schmußt stark ab. Von weitern Verfölschungsmitteln find zu bemerken: seine Bermischung mit den Blüthen der Ringelblume, mit Saflor, getrockneten Fleischfasern, Sand und selbst Blei. Die beiden leßtern Zuthaten machen sich indeß schon durch die Schwere, die sie dem Safran derleihen, leicht erkennbar. Die Berfälschung mit Saflor wird ebenfalls leicht erkannt, denn für’s erste befißt derselbe den starken gewürzhasten Geruch des echten Safrans nicht, sodann unterscheidet sich schon durch seine Form, denn er bildet eine schöne rothfarbige Röhre, nach oben in fünf Abschnitte getheilt, enthält die Befruchtungsorgane noch eingeschlossen, wogegen jener, der eine Pflanzennarbe ist, lange biegsamen Fäden ähnelt.

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1875

Authors and Affiliations

  • F. H. Walchner
    • 1
  1. 1.BühlDeutschland

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