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Zusammenfassung

Das Kochsalz oder Chlornatrium, das unentbehrlichste Gewürzmittel bei der Zubereitung der meisten Speisen, ist absichtlichen wie zufälligen Verfälschungen und Verunreinigungen unterworfen. Von den Verfälschungen bemerken wir hier die Anfeuchtung desselben mit Wasser und die Zumischung von salzsaurem Kalk und Bittererde der Gewichtsvermehrung halber; dann die Vermengung mti Glaubersalz, Gips und Jodnatrium. An metallischen Verunreinigungsstoffen sind zu bemerken: Kupfer, Gips, Arsenik, Eisen und selbst auch Ouecksilber. (?) Die Kennzeichen eines reinen guten Kochsalzes (immer aus Sool oder Siedsalz gewonnen) sind: es ist völlig farblos, luftbeständig, in Wasser vollkommen löslich, fest, dicht und körnig, kristallisirt in farblosen Würfeln, schmeckt rein salzig, ist geruchlos, verknistert beim Erhitzen, da das in ihm mechanisch eingeschlossene Wasser entweicht, was beim Steinsalz nicht der Fall ist, schmilzt in der Glühhitze und verflüchtigt sich bei noch höherer Temperatur, eine Eigenschaft, welche das warme Kochsalz zur Darstellung von Glasuren besähigt. Setzt man zu einer wässerigen Lösung desselben etwas Gewächslaugensalz zu, so entsteht keine milchige Trübung. Unreines Soolsalz dagegen ist weißgrau, unregelmäßig kristallisirt, feinkörnig, wird an der Luft feucht, schmierig, zerfließt, löst sich in Wasser weder schnell noch rein auf, und flüssiges Pflanzenlaugensalz bringt in ihm eine Trübung hervor.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1875

Authors and Affiliations

  • F. H. Walchner
    • 1
  1. 1.BühlDeutschland

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