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Zusammenfassung

Im Handel kommt der Caffee unter zweierlei Gestalt vor, als Caffeebohnen und zu Pulver gemahlen. Kauft man Bohnen, so ist man wenigstens sicher, daß man Caffee erhält, dagegen sieht es mit dem gemahlenen Caffee schon mißlicher aus, weil es nachgewiesen ist, daß derselbe mit Taubenknochen, Erbsen, Nüssen, Gerste, Reis, Weizen, Pastinak, Möhren, Roßkastanien, Eicheln, Roggen nnd Löwenzahnwurzeln, die man vorher rosette, vermischt wird. Sämmtliche genannte Stoffe besitzen begreiflich den Geschmack und die belebende Kraft des ächten Caffees nicht, sind sie aber verdorbenem echtem Caffee in einem richtigen Verhältniß zugemischt, so fällt die Umterscheidung von jenem äußerst schwer, und die Chemie leistet hier wenig Hülfe, indem die den Ausschlag gebenden Kennzeichen bei Beurtheilung des Caffees größtentheils auf Geruch und Geschmack beruhen. Durch Meerwasser auf dem Transport verdorbener Caffee, wird ebenfalls häufig verkauft, ist jedoch leicht zu erkennen, da die Bohnen, gewöhnlich glanzlos, zusammenkleben, auch nicht selten eine grünliche übelriechende Masse bilden und einen viel leichtern Caffee liefern. Die am Schlusse dieses Capitels angefügte Tabelle giebt das Verhalten eines solchen verdorbenen Caffees in Abkochung, im Vergleich einer solchen von Martinique-Caffee.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1875

Authors and Affiliations

  • F. H. Walchner
    • 1
  1. 1.BühlDeutschland

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