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Das quasistationäre elektromagnetische Feld

  • Emil Cohn

Zusammenfassung

Wir haben bisher nur unveränderliche Zustände in ruhenden Körpern betrachtet. Wenn wir einmal Veränderungen der elektrischen Verteilung, der Strömung, der Lage von Körpern einführten, so waren dies stets Änderungen, die wir als unendlich klein und unendlich langsam verlaufend voraussetzen durften. Unter diesen Bedingungen sind elektrische Ströme nur in Körpern mit inneren (eingeprägten) elektromotorischen Kräften möglich. Faraday hat gefunden, daß auch in durchweg homogenen Körpern Ströme entstehen können. In einem geschlossenen linearen Leiter entsteht ein Strom, wenn in benachbarten Leitern der Strom sich ändert, oder wenn benachbarte stromführende Leiter oder Magnete ihre Lage gegen ihn ändern. Das gemeinsame aller Fälle ist, daß der magnetische Induktionsfluß Q, welcher die Stromkurve durchsetzt, sich ändert. Man nennt einen so entstandenen Strom Induktionsstrom. Seine Stärke ist in jedem Zeitpunkt der Änderungsgeschwindigkeit von Q direkt und dem Widerstand w des Leiters umgekehrt proportional; von anderen Größen hängt sie nicht ab.

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Copyright information

© Julius Springer in Berlin 1927

Authors and Affiliations

  • Emil Cohn
    • 1
  1. 1.Theoretischen PhysikUniversität StraßburgFrankreich

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