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Wissenschaftliche Betriebsführung und Lohn

  • Frank B. Gilbreth
Chapter

Zusammenfassung

Jede Steigerung der Arbeitsintensität steigert den Nutzeffekt. Das ganze Streben der wissenschaftlichen Betriebsführung geht auf eine Steigerung der Arbeitsintensität. Wo früher 10 Stück pro Tag fertig wurden, können jetzt zwanzig und dreißig geliefert werden. Die Arbeitsmethode ist durch Zeit- und Bewegungsstudien so vereinfacht, alle Hilfsmittel und Werkzeuge so verbessert, daß der Arbeiter ohne größere Kraftanstrengung zu einer solchen Mehrleistung befähigt ist. Demgegenüber kann es nicht ungerecht erscheinen. wenn der Lohnsatz pro Stückeinheit etwas reduziert wird. Der Unternehmer trägt dafür ja die Mehrausgaben für das verbesserte Werkzeug und all die Hilfsmittel, die dem Arbeiter die Mehrleistung ermöglichen. Und im Vergleich zu dieser Mehrleistung erscheint die Lohnreduzierung in der Tat auch gering, wenn man sieht, daß Arbeiter trotzdem durch die neue Betriebsführung das Doppelte und mehr noch als früher verdienen. Ein Mann, der früher täglich 10 Stück ablieferte, und dafür acht Mark bekam, kann durch die raschere Arbeitsmethode des neuen Systems etwa 25 Stück fertig bringen, verdient also, selbst wenn er pro Stückeinheit nurmehr 70 statt 80 Pfennig erhält, mehr als das Doppelte als früher. Gleichzeitig haben sich die Produktionskosten um über 100 % verringert. Die Betriebskosten, die Unkosten für das Untersuchungs- und Arbeitsverteilungsbüro, machen sich da wohl bezahlt. Sie rentieren sich für Arbeitgeber und Arbeitnehmer. Beider Interessen vereinen sich: Größte Prosperität des Arbeitgebers und des Arbeitnehmers.

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© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1917

Authors and Affiliations

  • Frank B. Gilbreth

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