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Das Wesen der wissenschaftlichen Betriebsführung

  • Colin Ross

Zusammenfassung

Jeder Mensch könnte seine Grenzen viel weiter stecken, als er selbst ahnt. In jedem stecken Kräfte, von denen er selbst nur nichts weiß, weil sie latent in ihm liegen, und kein Anstoß zu ihrer Entfaltung gegeben war, oder auch, weil es an der Kraft des Willens fehlte, um die latenten Kräfte zu aktivieren. So liegen zahllose Gedanken und Ideen seit Jahrtausenden brach. Jeder neue Gedanke ist längst vorgefühlt, von der Masse der Menschen vielleicht nur als Wunsch empfunden, von wenigen als Hoffnung, aber nur vereinzelt wird er zum Ausdruck gebracht. So ist jede Erfindung gedanklich vorbereitet und kein Zufall, daß stets mehrere Auserwählte, ohne voneinander zu wissen, an derselben neuen Idee arbeiteten. Der Gedanke der Dampfmaschine ist uralt, die Elektrizität seit Jahrhunderten instinktiv vorgeahnt, das Problem der Flugmaschine längst in zahllosen Köpfen lebendig gewesen, ehe einer den praktischen Versuch wagte. Aber solange die Ideen noch diffus und immensurabel sind, solange noch keiner alle die vagen, gewissermaßen im Äther schwimmenden Gedanken zu fassen und konkret zu offenbaren vermochte, solange ist der Gedanke nichts mehr als Wunsch, Hoffnung, Sehnsucht. Wirklichkeit wird er erst durch den, der alle die Gedankengänge klar zu formulieren und das System aufzustellen vermag, durch den Erfinder. An seiner „Erfindung“ haben alle mitgearbeitet, die da leben und hoffen, und doch ist sie etwas absolut „Neues“.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1917

Authors and Affiliations

  • Colin Ross

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