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Zusammenfassung

Versuche, eine Diagnose der Syphilis aus dem Blute zu ermöglichen, reichen bis zu der Zeit zurück, in der die Erkenntnis von der Pathologie dieser Erkrankung überhaupt festere Formen annahm und die ungeheure Vielgestaltigkeit des klinischen Bildes immer mehr vor Augen trat. Die seit Jahrzehnten betriebene, von so viel Hoffnungen und Täuschungen gefolgte Jagd nach dem Syphiliserreger hat min zwar mit der Entdeckung der Spirochaeta pallida ihren Abschluß gefunden, aber die Hoffnung, daß zugleich mit der Auffindung des Krankheitserregers eine ätiologisehe Blutdiagnostik geschaffen werden könnte, hat sich als trügerisch erwiesen. Zwar sind in seltenen Fällen (Nöggerath und Stähelin, E. Hoff mann, Raubitschek) vereinzelte Spirochäten im Blute gefunden worden, aber der Nachweis ist ein derartig schwieriger oder, wie man wohl besser sagen muß, das Vorkommen des Erregers im Blute ist ein derartig inkonstantes und seltenes, daß man zugleich mit der Hoffnung der diagnostischen Verwertbarkeit dieses Nachweises die alte Anschauung von der Syphilis als exquisiter Blutkrankheit fallen lassen mußte.

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© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1911

Authors and Affiliations

  • Carl Bruck

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