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Einleitung

  • Robert Hartig
Chapter

Zusammenfassung

Die Umwandlung der natürlichen Bewaldungsverhältnisse Deutschlands, die Begründung gleichartiger Bestände derselben Altersstufe und Holzart an Stelle der aus verschiedenartigen und verschiedenaltrigen Bäumen zusammengesetzten Plänter- und Mittelwaldungen, insbesondere die Verdrängung des Laubholzes durch reine Nadelholzbestände hat in unserem Jahrhundert und ganz besonders in den letzten Decennien Gefahren für den Wald heraufbeschworen, welche in solchem Umfange früher unbekannt waren. Besonders sind es die Feinde aus dem Thier- und Pflanzenreiche, die in unseren modernen Waldungen günstige Bedingungen zu massenhafter Entwicklung vorfinden, so dass die Klagen über zunehmende Waldverwüstungen keineswegs unbegründet erscheinen. Bekannt waren schon den Forstwirthen des vorigen Jahrhunderts sehr viele Feinde und Krankheiten der Bäume; es zeugt hierfür ein im Jahre 1795 erschienenes Werk1), welches wohl die erste Zusammenstellung der in der älteren Literatur zerstreuten Beobachtungen über Pflanzenkrankheiten enthält. Wir können daraus entnehmen, dass eine grosse Zahl der erst in den letzten Jahren aufgeklärten Krankheiten, z. B. die Buchenkeimlingskrankheit, der Kienzopf der Kiefer, die Rothfäule der Fichte u. s. w. vor 100 Jahren den Forstleuten wohl bekannt war, wenn auch die Erklärung der Ursachen selbstredend dem damaligen Standpunkte der botanischen Wissenschaft entsprechend ausfallen musste.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1889

Authors and Affiliations

  • Robert Hartig
    • 1
  1. 1.Universität MünchenDeutschland

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