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Zusammenfassung

Das Blei hat eine eigenartige bläulich-graue Farbe und einen starken Glanz. An der Luft verliert es diesen Glanz und erhält eine mattgraue Oberfläche. Es ist so weich, dass es sich mit dem Nagel ritzen und mit dem Messer schneiden lässt. Die Weichheit ist um so grösser, je reiner das Blei ist. In Folge seiner Dehnbarkeit lässt es sich zu dünnen Platten auswalzen und nach vorgängiger Erwärmung bis zu einer gewissen Temperatur zu hohlen Cylindern pressen und zu Röhren ziehen. Dagegen sind seine Festigkeit und Zähigkeit sehr gering, so dass es sich nicht zu feinen Drähten ziehen lässt. Das specifische Gewicht des Bleis wird zwischen 11,254 und 11,395 angegeben. Nach Reich beträgt das spec. Gew. des reinen Bleis bei 0°= 11,37. Durch Auswalzen wird dasselbe nur in geringem Maasse erhöht. Nach Knab (Traité de Métallurgie, Paris 1891) beträgt das spec. Gew. des gegossenen Bleis 11,352, des gewalzten Bleis 11,358. Das spec. Gew. des Bleis ist um so höher, je reiner das Blei von fremden Metallen ist und giebt daher ein Anhalten für die Weichheit des Bleis. Es krystallisirt in den Formen des regulären Systems. Es schmilzt bei 334–336° C, nach Le Chatelier bei 325° C. Bei Luftzutritt verdampft es schon in starker Rothglut in sehr erheblichem Maasse, bei Luftabschluss.nur in sehr geringem Maasse. In der Weissglut (1600 bis 1800°) siedet es. Nach Carnelly und Williams siedet es zwischen 1450° und 1600°.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1901

Authors and Affiliations

  • Carl Schnabel

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