Zusammenfassung

In jedem höher organisierten Lebewesen arbeitet stets mit- und nebeneinander eine Vielzahl verschiedener Organe, deren Funktionen teils gleichläufig, teils gegenläufig sind, die aber so aufeinander abgestimmt sein müssen, daß ein optimaler Zustand des Gresamtorganismus erreicht wird. Der Körper muß deshalb Regulationssysteme besitzen, durch die die einzelnen Organe in ihrer Tätigkeit so eingestellt werden, daß die Einzeltätigkeiten zu einer funktionellen Einheit zusammengefaßt werden. Ein Teil dieser Regulation wird vom Nervensystem geleistet, durch das weit voneinander liegende Organe von ein oder mehreren Zentralstellen aus in Tätigkeit versetzt werden können. Außerdem steht aber jeder Teil des Körpers durch den Blutkreislauf mit jedem anderen in Zusammenhang, so daß Wirkstoffe, die ins Blut hineingelangen und mit ihm verteilt werden, ebenfalls durch Fernwirkung bestimmte Organe in bestimmter Weise beeinflussen können. Die humorale Regulation steht neben der nervösen, aber zwischen beiden spielen die mannigfachsten Wechselbeziehungen: nervöse Reize können die humorale Regulation in Gang setzen, humoral übertragene Reize eine nervöse Regulation auslösen.

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Schrifttum

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Copyright information

© Springer=Verlag OHG. in Berlin, Göttingen and Heidelberg 1943

Authors and Affiliations

  • Emil Lehnartz
    • 1
  1. 1.Physiologisch-Chemischen InstitutsUniversität Münster i. W.Deutschland

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