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Zusammenfassung

Die Eisenbahn ist ein Verkehrsmittel und zwar das leistungsfähigste zu Lande. Sie dient der Ortsveränderung von Personen und Gütern, und in diesem Sinne des Verkehrs befindet sich die wissenschaftliche und amtliche Definition mit dem allgemeinen Sprachgebrauch durchaus in Deckung. Aber ist also auch diese Ortsveränderung die Aufgabe der Eisenbahnen und schon der Anlaß ihrer Erbauung gewesen, so kommt man bei der Behandlung einer wichtigen Reihe von Eisenbahnvorgängen mit dem logischen Oberbegriff Verkehr nicht aus, sondern hat ein besonderes Gebiet für seine technische Abwicklung aus Zweckmäßigkeit und Notwendigkeit abgezweigt. Für diese technische Abwicklung des Verkehrs, den wir hier ohne Berücksichtigung z. B. der tarifarischen und rechtlichen Komponenten betrachten wollen, hat sich der Begriff Betrieb eingebürgert. Dabei ist natürlich das technisch nicht im Sinne der eigentlichen Konstruktion gebraucht; den Bau einer Lokomotive oder einer Gleisanlage bezeichnet niemand als Betrieb. Aber die Bereitstellung der Züge oder Wagen am Bahnsteig, Güterschuppen oder an der Ladestraße als Ermöglichung des auf den Verkehr gerichteten Willensaktes ist doch nicht rein ideeller Art, sondern nur durch bestimmte Rangierbewegungen möglich, und solche sind auch zur Umbildung der Züge auf den Rangierbahnhöfen notwendig. Jeder Zug muß rechtzeitig seine Lokomotive erhalten, vor allem aber müssen die Züge gefahren werden.

Copyright information

© Springer-Verlag OHG., Berlin/Göttingen/Heidelberg 1952

Authors and Affiliations

  • Hans Nordmann

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