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Zweiflügler (Diptera)

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Zusammenfassung

Die Zweiflügler (Diptera) sind Insekten mit vollständiger Metamorphose. Sie besitzen nur zwei Flügel im Gegensatz zu den meisten Insekten, die deren vier haben. Nur das erste Flügelpaar ist wirklich vorhanden, das zweite wird durch besondere Organe ersetzt, die aus einem Stielchen mit Endkölbchen bestehen und die man Schwingkölbchen oder Halteren nennt.

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Literatur

  1. 1.
    In der zoologischen Sytematik werden die Schnauzenmücken oder Tipuliden (Tipulidae) auch als Schnaken bezeichnet, die also eine andere Familie darstellen und medizinisch uninteressant sind.Google Scholar
  2. 1.
    Bei der Präparation empfiehlt es sich, leicht auf den seitlich liegenden Thorax der mit dem Rücken dem Untersucher zugewandten Mücke zu drücken. Dadurch heben sich Kopf und Hals nach vorn hin vom Thorax ab. Der Kopf wird nun mit einer Lanzettnadel noch etwas weiter nach vorn gezogen, und darauf werden Kopf und Hals mit der Lanzettnadel getrennt. Dann haften direkt an derselben die Speicheldrüsen (Methode von Piekarski).Google Scholar
  3. 2.
    Bates, M.: The Natural History of Mosquitoes. New York 1949.Google Scholar
  4. 1.
    Aufzuchtmethoden s. S. 63.Google Scholar
  5. 1.
    In Anbetracht der großen Bedeutung, die die Malariamücken für die Medizin haben, sei folgende, auf die praktischen Bedürfnisse des Arztes zugeschnittene Bestimmungstabelle zum Erkennen der geschlechtsreifen Anophelen (Imagines) wiedergegeben: 1. Insekten (vgl. S. 13) mit 4 Flügeln oder ohne Flügel.. keine Zweiflügler. — Insekten mit 2 Flügeln und 2 Schwingkölbchen.. Zweiflügler (Diptera) 2. 2. Zweiflügler (vgl. S. 70) mit nur dreigliedrigen Fühlern und meist von gedrungenem Bau... Fliegen (Brachycera) vgl. S. 70. — Zweiflügler mit 6–15gliedrigen Fühlern und meist von schlankem Bau.. Mücken (Nematocera) 3. 3. Mücken (vgl. S. 70) mit kurzem Rüssel oder schnauzenartigen Mundteilen.. keine Stechmücken. — Mücken mit langem Stechrüssel von etwa ½ Körperlänge... Stechmücken (Culicidae) 4. 4. Stechmücken (vgl. S. 71) mit langbehaarten, federartigen Fühlern (Abb. 29a u. c)... Männchen 5. — Stechmücken mit schlanken, fadenförmigen, sehr fein und kurz behaarten Fühlern (Abb. 29 b u. d).. Weibchen 6. 5. Kiefertaster meistens länger als der Rüssel (Abb. 29a), Schildchen hinten dreilappig (Abb. 30b).. keine Anopheles. — Kiefertaster so lang wie der Rüssel (Abb. 29c), Schildchen hinten gleichmäßig gerundet (Abb. 30a).. Männchen von Anopheles. 6. Kiefertaster kurz (Abb. 29b), Schildchen hinten dreilappig (Abb. 30b).. keine Anopheles. — Kiefertaster so lang wie der Rüssel (Abb. 29d), Schildchen hinten gleichmäßig gerundet (Abb. 30a).. Weibchen von Anopheles.Google Scholar
  6. 2.
    Vgl. F. Peus: Die Fiebermücken des Mittelmeergebietes. Hyg. Zool. 8 (1942). — F. Weyer: Die Malaria-Überträger. Leipzig 1939.Google Scholar
  7. 1.
    Vgl. W. Schüffner: Moderne Gelbfieberforschung. Tropenhyg. Schriftr. 9, 44–52 (1943).Google Scholar
  8. 1.
    Als Gnitzen werden auch die ebenfalls sehr kleinen, blutsaugenden Zwergschnaken (Ceratopogoninae) bezeichnet, die eine Unterfamilie der Zuckmücken (Chironomidae) bilden und deren Weibchen zum Teil Blutsauger sind. In Mecklenburg schließlich werden die Blasenfüβler (Thysanoptera) auch Gnitten, d. h. Gnitzen, genannt. — Bei den in diesem Buch erwähnten Gnitzen handelt es sich stets um Phlebotomen.Google Scholar
  9. 1.
    Das Tönnchen der Fliegen besteht aus erstarrter Larvenhaut, während man als Kokon die selbstgesponnene Schutzhülle bezeichnet, in der sich manche Insektenlarven verpuppen.Google Scholar
  10. 2.
    Vgl. Martini, E.: Aus der Epidemiologie der Schlafkrankheit und Nagana. Z. angew. Entomol. 28, 488–500 (1941). — F. Zumpt: Die Tsetsefliegen. Jena 1936. — E. Ulmann: Tsetsefliegen und Trypanosomenentwicklung. Tropenhyg. Schriftr. 5, 5–33 (1942).CrossRefGoogle Scholar
  11. 1.
    Die Larven der Grünen Schafschmeiβfliege (Lucilia sericata) werden heute in der Therapie benutzt. Man sammelt die Eier, desinfiziert sie äußerlich und züchtet die Larven [vgl. G. Steiner: Eine Zuchtweise für Fleischt liegen. Zool. Anz. 138, 97–106 (1942)] unter aseptischen Bedingungen. Dann setzt man mehrere Larvenstämme nacheinander — denn in 3 Tagen durchlaufen die Larven ihre ganze Entwicklung — in auf chirurgischem Wege hergestellte Wunden bei der Behandlung der chronischen Osteomyelitis (Knochenmarkentzündung). Die Larven fressen die nekrotischen Gewebe, die Wunde wird zu starker Reaktion angeregt und heilt schnell. Neuerdings hat man erkannt, daß den Ausscheidungsprodukten der Fliegenmaden, in erster Linie dem Allantoin, die heilende Wirkung zuzuschreiben ist und daß der eigentlich wirksame Bestandteil der bei der chemischen Zersetzung des Allantoins entstehende Harnstoff ist. [Vgl. F. Zumpt: Z. Reichsfachsch. Krk.pfleger 6, 171–173 (1938).] Aus diesem Grunde verwendet man nunmehr Harnstoffpräparate zur beschleunigten Heilung eiternder Wunden.Google Scholar
  12. 1.
    Vgl. R. Wetzel: Biologische Grundlagen der Dasselbekämpfung. Vet.-med. Nachr. „Bayer“ 1, 1–6 (1950).Google Scholar
  13. 1.
    Eine andere Form von Hautmaulwurf wird hervorgerufen durch intracutanes Wandern von eingedrungenen Larven von bestimmten Hahenwürmem (Ancylostoma braziliense und Uncinaria stenocephala).Google Scholar

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© Springer-Verlag GmbH Berlin Heidelberg 1951

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