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Zusammenfassung

Angesichts der stark widersprechenden Ansichten über die Therapie der C.u., die oft undurchsichtigen Erfolgsstatistiken und unsere Unkenntnis über die Ätiologie scheint es zweckmäßig, mit der einschneidendsten und nicht allzu selten von einem tödlichen Ausgang gefolgten Methode zu beginnen, der Operation. Als modernste Methode bei der schweren C.u. gilt die mit Ileostomie kombinierte totale Colektomie, der dann noch in zweiter Sitzung die Entfernung des Rectums folgen soll! (Lindel 1958 u. a.). Bei den erheblichen Gefahren ist es verständlich, wenn manche Autoren wie Almy, Bargen, Finsterer, Machella, A. Staehelin, Eddy U. a. den dringenden Rat geben, solange wie möglich konservativ zu behandeln. Demgegenüber hört man von anderen Autoren, und zwar Internisten wie H. E. Bock, Kühn, Kuhlmann U. a., dem Pädiater Lagercrantz, ferner den Chirurgen Deucher, Stelzner, Wildegans u. a., man sollte nicht zu lange abwarten, um das an sich schon hohe Operationsrisiko nicht mit einem zu schlechten Allgemeinzustand zu belasten. Deucher fordert bei schwerer, akuter C.u. die Operation, wenn die interne Therapie innerhalb von drei Wochen nicht zum Erfolge geführt habe! Die Therapieresistenz werde ,,ohne Zweifel am besten und einfachsten durch die Colektomie bekämpft“ (? Ref.). Allerdings bekennt der gleiche Autor, die Operationsindikation sei ,,nur selten absolut und dringend“.

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Copyright information

© Springer-Verlag OHG / Berlin · Göttingen · Heidelberg 1962

Authors and Affiliations

  • Friedrich Curtius
    • 1
  1. 1.KirchzartenDeutschland

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