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„Lebenskultur“ als Kriterium globaler Transformationen in Gesellschaft und Wirtschaft heute

Eine kulturphänomenologische Analyse
  • Rolf Kühn
  • Yihong Mao
Conference paper
Part of the Ethische Ökonomie. Beiträge zur Wirtschaftsethik und Wirtschaftskultur book series (ETH.ÖKO., volume 1)

Zusammenfassung

Transformationen von Strukturen und Systemen lassen sich von inner-oder außerhalb derselben beschreiben und bewerten. Die Stellungnahme von außerhalb, die allein einer globalen Einschätzung im ontologischen Sinne angemessen ist, verlangt einen Bruch mit der innersystemischen Beurteilung, weil sonst nur eine modifizierte Theorie des bereits Bestehenden erfolgte, um letzteres anderen Gegebenheiten anzupassen, die als „notwendige Veränderungen“ gemäß der verbleibenden „Logik“ des Systems deklariert werden. Bruch mit einem System ist daher nur dort möglich, wo ein anderes apodiktisches Prinzip aufgewiesen wird, das dem „Systemischen“ als theoretisch-phänomenalem Erscheinungswesen des Systems nicht mehr verhaftet ist. Ein solcher Bruch heißt in der Phänomenologie Reduktion kraft radikaler Epoché, die in den Husserlschen Analysen — zusammen mit späteren metaphysisch-ontolo-gischen „Destruktionen“ bei Heidegger, Lévinas, Derrida und Henry — zum reinen Wie des Erscheinens als Manifestationsprinzip allen „Seins“ führt.

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Copyright information

© Physica-Verlag Heidelberg 1996

Authors and Affiliations

  • Rolf Kühn
  • Yihong Mao

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