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Johann Georg Zimmermann (1728–1795)

  • Erich Ebstein

Zusammenfassung

Geboren in Brugg am 8. Dezember 1728, gestorben am 7. Oktober 1795 als Leibarzt zu Hannover. Als Landsmann und Freund Hallers beschrieb er dessen Leben (Zürich 1755), mit dem er wie mit seinen zahlreichen Freunden eine ausgedehnte Korrespondenz unterhielt. Sein Buch „über die Einsamkeit“ brachte ihn in einen Briefwechsel mit Katharina II. von Rußland (herausgegeben von E. Bodemann 1906). Als Consiliarius war er weltbekannt. Seine Begegnungen mit Friedrich dem Großen hat er in seinem Buche (Über Friedrich den Großen usw., Leipzig 1788) dargestellt. Hier mag nur sein erster Aufenthalt in Berlin und seine dort von Meckel — wegen Bruch — vollzogene Operationsschilderung wiedergegeben werden. Meckel hat dann im folgenden Jahre (1772) die Beschreibung der Krankheit Zimmermanns geschrieben, Baldinger hat dann das Büchlein ins Deutsche übertragen. Nach Zimmermanns Tode gab Marcard einen „Beytrag zur Biographie des Hofrat von Zimmermann (Hamburg 1796) und Wichmann „Zimmermanns Krankengeschichte“ (Hannover 1796) heraus, die auf S.45–48 den Sektionsbericht enthält. (Vgl. Baldinger: Zimmermann, wie er gesund und krank war. Neues Magazin für Ärzte, Bd. 18, 2. Stück 1796, S. 121 —139.) Interessant ist, was Rengger (Zimmermanns Briefe usw., Aarau 1830, S. XXIII) über Zimmermann schreibt: „Zwischen seiner Mutter, die ebenfalls gemütskrank war, und seinem Sohn in der Mitte stehend, schien Zimmermann dem unglücklichen Verhältnisse einer erblichen Anlage entgangen zu seyn, als ihn dasselbe am Ende seines Lebens noch erreichte. Während dessen ganzen Laufe aber hatte er unter dem mächtigen Einflüsse der Nervenkraft gestanden, aus welchem die Anlage hervorgeht und mit deren Erfindung er ahndungsvoll seine wissenschaftliche Laufbahn begonnen hatte, und so liefert er ein Beispiel mehr, wie nahe das Genie an Wahnsinn grenzt.“

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Copyright information

© Julius Springer in Berlin 1923

Authors and Affiliations

  • Erich Ebstein
    • 1
  1. 1.LeipƶigDeutschland

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