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Jacob Moleschott (1822–1893)

  • Erich Ebstein

Zusammenfassung

Er wurde am 9. August 1822 in Herzogenbusch (Holland) geboren. Seine Studienjahre verbrachte er in Heidelberg, wo er auch promovierte (1845). Dann trieb er zwei Jahre ärztliche Praxis in Utrecht. „Den Brennpunkt“ dieser zwei Utrechter Jahre fand Moleschott in Donders, der auch später seine Zuflucht blieb. Da Moleschott sich „dem Studium und dem Unterricht der Lehre vom Leben geflissentlich und ausdrücklich zu widmen“ gedachte, ging er, da er in Holland keine Bahn zu finden wußte, nach Heidelberg, wo er bis 1854 besonders physiologische Chemie, Physiologie, Anthropologie und vergleichende Anatomie lehrte und besonders sich an Jacob Henle anschloß. In diesem Jahre wurde Moleschott wegen seiner materialistischen Auffassung aller Lebenstätigkeit verwarnt und legte sein Lehramt nieder. 1856 wurde er Professor der Physiologie in Zürich, wo wir ihn im Verkehr mit Herwegh, Liszt, Richard Wagner und Gottfried Keller sehen. Bis 1861 reichen die „Lebenserinnerungen“ —, Für meine Freunde‘. — Er war nicht mehr dazu gekommen, über sein zweites Vaterland, sein geliebtes Italien zu schreiben. Seit 1861 war er in Turin, und von 1878 bis zu seinem Tode (20. Mai 1893) Professor der Physiologie in Rom. — Am bekanntesten sind von seinen Schriften: „Kreislauf des Lebens“, 5. Aufl. 1876–86, „Physiologisches Skizzenbuch“ (1861) und „Kleine Schriften“ (1880–87).

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© Julius Springer in Berlin 1923

Authors and Affiliations

  • Erich Ebstein
    • 1
  1. 1.LeipƶigDeutschland

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