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Rudolf Virchow (1821–1902)

  • Erich Ebstein

Zusammenfassung

Geboren am 13. Oktober 1821 in Schivelbein (Pommern), gestorben am 5. September 1902 in Berlin. — Als Zögling der Pepini&re wurde er mit 23 Jahren Prosektor; 1849 ging er nach Würzburg und kehrte 1856 nach Berlin zurück, wo er ebenfalls die Professur für pathologische Anatomie übernahm. Dem Programm, das er im 1. Band seines Archivs aufstellte, ist er bis an sein Lebensende treu geblieben: Der Satz „omnis cellula a cellula“ ist die anerkannte Signatur der biologischen Zellularpathologie geworden. — Seine Werke verzeichnet die von J. Schwalbe herausgegebene Virchow-Bibliographie 1843 — 1901 (Berlin 1901); sie umfaßt außer Medizin, Hygiene, Allgemeines (Philosophisches, Standesfragen usw.) und Anthropologie, Ethnologie und Urgeschichte; die auf die innere und praktische Medizin bezüglichen Werke verzeichnet W. Ebstein: R. Virchow als Arzt, 1903. Virchows 100. Geburtstag hat die gewünschte Gelegenheit gegeben, seiner vielseitigen und umfassenden Tätigkeit zu gedenken, die besonders in dem Gedenkband seines Archivs (Bd. 235) zur Geltung kommt. Außerdem haben Karl Posner und Rudolf Beneke ihrem Lehrer biographische Gedenkblätter gewidmet. — Autobiographisch sich zu betätigen, hart sich Virchow in seinem langen Leben keine Zeit genommen. Aus seinem Nachlaß kennen wir nur den kurzen Lebenslauf, den er als Achtzehnjähriger — Ostern 1839 — als „Meldung zur Reifeprüfung“ aufsetzen mußte. Dieser Bericht ist von um so größerer Bedeutung, als Virchow einmal in einer Gedächtnisrede betont hat, daß „für den denkenden Betrachter am meisten lehrreich ist die Kenntnis des Entwicklungsganges, das, was für unser menschliches Interesse am meisten ansprechend und daher auch für unser Gedächtnis am meisten dauerhaft ist, das Verständnis in ihrer geschichtlichen Veränderung“.

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Copyright information

© Julius Springer in Berlin 1923

Authors and Affiliations

  • Erich Ebstein
    • 1
  1. 1.LeipƶigDeutschland

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