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Theobald Kerner (1817–1907)

  • Erich Ebstein

Zusammenfassung

Er wurde als der einzige Sohn von Justinus Kerner am 14. Juni 1817 zu Gaildorf in Württemberg geboren. Von Ludwig Uhland aus der Taufe gehoben, verlebte er in Weinsberg eine poesievolle, glückliche Jugend. 1835 zog er zum Medizinstudium nach Tübingen, später nach München, wo er den kranken Clemens Brentano pflegte, dann noch nach Wien und Würzburg. Als des Vaters Augenleiden begann, unterstützte er ihn in seiner Praxis. An der politischen Bewegung der 1848 er Jahre nahm er lebhaften Anteil; er mußte infolgedessen ein Jahr als Flüchtling in Straßburg leben, und erhielt eine zehnmonatliche Festungshaft, die er auf dem Hohenaßberg verbüßte. 1852 zog er nach Stuttgart und gründete dort eine galvanomagnetische Heilanstalt. Nach des Vaters Tode zog er von Canstatt, wohin er 1856 übergesiedelt, in das elterliche Haus nach Weinsberg, dessen Schätze und Erinnerungen treu bewahrend. Neunzig Jahre alt starb er am Ii. August 1907. — 1894 gab er heraus: Das Kernerhaus und seine Gäste (Deutsche Verlagsanstalt), aus dem einige Stücke hier mitgeteilt werden mögen. Seine poetischen Schriften und Gedichte, die zuletzt 1902/3 gesammelt erschienen, sind z. B. in Brümmers Lexikon der deutschen Dichter verzeichnet.

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Copyright information

© Julius Springer in Berlin 1923

Authors and Affiliations

  • Erich Ebstein
    • 1
  1. 1.LeipƶigDeutschland

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