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Karl Friedrich Burdach (1776–1847)

  • Erich Ebstein

Zusammenfassung

Er wurde am 12. Juni 1776 in Leipzig geboren, ließ sich dort als praktischer Arzt nieder und wurde da 1806 a. o. Professor der Medizin. 1811 kam er als Ordinarius der Anatomie nach Dorpat, von da in der gleichen Eigenschaft nach Königsberg, wo er nach einem reichen wissenschaftlichen Leben am 16. Juli 1847 starb. Nach dem Tode erschien seine Selbstbiographie: „Rückblick auf mein Leben“ (Leipzig 1848), die er 1842 zu schreiben anfing und kurz vor seinem Tode beendigen konnte. Es sollte auch seine letzte literarische Arbeit werden: „ich wollte nichts beschönigen, aber man sollte auch nicht an mir irre werden und die Gesinnungen, die ich geäußert, nicht für Heuchelei halten.“ Auf Grund einer eigenen Analyse gelangt er über sich selbst zu folgenden Urtheil: „Waren auch meine Geisteskräfte nur mäßig, so fehlte es mir dafür nicht an lebendiger Gemüthskraft; in meinen Ansichten und Gefühlen, meinen wissenschaftlichen Bestrebungen und meinem Handeln fand ich eine Einheit, die mich glücklich machte, so daß ich selbst eine reinere Begabung gern entbehrte.“ Im ganzen sind Burdachs Erinnerungen deshalb so wichtig, weil sie völlig objektiv sind und weil sie uns einen vorzüglichen Einblick in den Stand der damaligen wissenschaftlichen Bestrebungen verschaffen. Ambekanntesten hat Burdach gemacht: „Vom Baue und Leben des Gehirns und Rückenmarks. 3 Bände, Leipzig 1819–25, in dem der später nach ihm benannte Fasciculus cuneatus (Burdachscher Strang) beschrieben ist. Interessant und ganz besonders wertvoll erscheint mir K. Ernst von Baers Urteil über Burdach der ihn einen sehr liebenswürdigen und geistreichen Mann nennt, aber dabei betont, daß er nicht die Gewohnheit hatte, oder das Bedürfnis fühlte, selbst viel zu zergliedern.“ (Baer, Selbstbiographie S. 419.)

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© Julius Springer in Berlin 1923

Authors and Affiliations

  • Erich Ebstein
    • 1
  1. 1.LeipƶigDeutschland

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