Advertisement

Erweiterungen des neuen dynamischen Losgrößenverfahrens

  • Peter François

Zusammenfassung

Das hier entwickelte einstufige dynamische Losgrößenverfahren bietet neben den bereits erwähnten Vorteilen die Möglichkeit, daß es sich gut für praxisrelevante Erweiterungen beziehungsweise Problemstellungen modifizieren läßt. Dieser Vorteil resultiert aus der Verwendung der Matrizen und Vektoren und aus ihrem bereits dargestellten speziellen Aufbau. Die Erweiterungen des Verfahrens, die in dieser Arbeit hergeleitet werden, basieren jeweils auf einer Aufhebung der entsprechenden Prämissen. Folgende Rahmenbedingungen sollen im folgenden in die Losgrößenentscheidung einbezogen werden:
  • Variable Periodenlängen (tagesgenaue Losgrößenplanung)

  • Schwankende Rüstkostensätze bzw. bestellfixe Kostensätze

  • Schwankende Lagerkostensätze

  • Beschaffungsrestriktionen

  • Lager- und Transportrestriktionen

  • Kapazitätsrestriktionen im Fertigungsbereich

  • Schwankende Preise bzw. schwankende variable Stückherstellkosten.

Preview

Unable to display preview. Download preview PDF.

Unable to display preview. Download preview PDF.

Literatur

  1. 1).
    Siehe dazu Kapitel 5.8.Google Scholar
  2. 1).
    Vgl. u.a. Orlicky, J., 1975, S. 70 ff., der diese Vorgehensweise als “time phasing” oder “time-bucket approach” bezeichnet.Google Scholar
  3. 2).
    Eine Periode umfaßt bei einer tagesgenauen Losgrößenplanung die Zeitspanne (Anzahl der Tage) zwischen zwei Bedarfszeitpunkten.Google Scholar
  4. 3).
    Dabei ist allerdings zu beachten, daß die Rechenzeit für das Losgrößenproblem — aufgrund der zusätzlichen Auflagekombinationen — steigt, wenn die Anzahl der Bedarfsmengen beziehungsweise -Zeitpunkte größer ist als die Anzahl der entscheidungsrelevanten Perioden bei starrer Einteilung des Planungszeitraums. Falls jedoch die Anzahl der äquidistanten Perioden größer ist als die Anzahl der Bedarfszeitpunkte, vermindert sich beim Übergang zur tagesgenauen Losgrößenplanung die Anzahl der Auflagekombinationen im Vergleich zum Grundverfahren.Google Scholar
  5. 1).
    Wird der Lagerkostensatz in Geldeinheiten pro Mengeneinheit und Periode gespeichert (kL), so muß man zunächst den Lagerkostensatz auf Tagesbasis (k′L) berechnen, indem man kL durch die in Tagen gemessene Periodenlänge dividiert.Google Scholar
  6. 1).
    Vgl. Kapitel 4.5.Google Scholar
  7. 1).
    Zu Möglichkeiten bei der Reduzierung der Rüstkostensätze und der bestellfixen Kostensätze siehe u.a. Fandel, G., und François, P., 1989, S. 534 f. und S. 538 f.Google Scholar
  8. 1).
    Die direkte Berechnung der relevanten Gesamtkosten mit Hilfe von Gleichung (71) hat — analog zur Vorgehensweise des Grundverfahrens — den Vorteil, daß die Zwischenschritte entfallen, die bei der Ermittlung mit zwei getrennten Gleichungen und der entsprechenden nachträglichen Addition erforderlich wären.Google Scholar
  9. 1).
    Zu den schwankenden Preisen bzw. Stückherstellkosten siehe Kapitel 5.7.Google Scholar
  10. 2).
    Dieser Fall ist dann gegeben, wenn sich das Unternehmen z.B. im Rahmen eines Lieferabrufvertrages zur Mindestabnahme einer bestimmten Menge pro Tag bzw. pro Periode verpflichtet hat. Zum Themenbereich der Lieferabrufsysteme bzw. der Just-in-Time-Belieferung siehe u.a. Dale, S., 1986, S. 47 ff.; Fandel, G., und François, P., 1993b, S. 23 ff.; Fandel, G., François, P., und May, E., 1988, S. 66 ff.; Fandel, G., und Reese, J., 1989, S. 55 ff.; Schulz, J., 1986, S. 49 ff.; Wildemann, H., 1983, S. 3 ff., 1995a, S. 41 ff, und 1995b, S. 3 ff.Google Scholar
  11. 1).
    Zum Kapazitätsbegriff in der Fertigung und zur Messung der Kapazität siehe u.a. Corsten, H., 1995, S. 14 ff.; Kilger, W., 1986, S. 372 ff.; Layer, M., 1979, S. 827 ff.; Seicht, G., 1994, S. 322 ff.Google Scholar
  12. 3).
    Zur chargenverarbeitenden Industrie siehe u.a. Aggteleky, B., 1990, S. 479 ff.; Hahn, D., und Laßmann, G., 1990, S. 46 f.; Uhlig, R. J., 1987, S. 17 f.Google Scholar
  13. 1).
    Zur Thematik der kapazitätsmäßigen Anpassungsmaßnahmen siehe u.a. Kapitel 2.1 sowie die dort zitierte Literatur.Google Scholar
  14. 2).
    Zur Erläuterung der Unterschiede soll auf die entsprechenden Ausführungen bei dem Erweiterungsansatz zur Einbeziehung von Transport- und Lagerrestriktionen in Kapitel 5.5 verwiesen werden.Google Scholar
  15. 2).
    Siehe dazu Tabelle 40, Seite 333.Google Scholar
  16. 1).
    Zur Problematik der schwankenden Preise in der Losgrößenplanung siehe u.a. Bogaschewsky, R., 1989, S. 543 f.; Glaser, H., 1973, S. 47 ff; Schmidt, A., 1985, S. 58 ff.; Yanasse, H. H., 1990, S. 633 ff.Google Scholar
  17. 1).
    Zu den Möglichkeiten der Kombination der vorgestellten Erweiterungsmöglichkeiten siehe Kapitel 5.9.Google Scholar
  18. 2).
    Die Auswahl einer Erweiterung erfordert natürlich auch die Bereitstellung der entsprechenden Daten (z.B. Angaben über die vorhandenen Kapazitätsrestriktionen).Google Scholar
  19. 1).
    Zu einzelnen Erweiterungsverfahren und zu kombinierten Erweiterungsansätzen der dynamischen Losgrößenplanung siehe u.a. Domschke, W., Scholl, A., und Voß, S., 1997, S. 130 ff.; Popp, W., 1979, Sp. 1053 ff.; Schenk, H. Y., 1991, S. 38 ff.; Schmidt, A., 1985, S. 130 ff.; Tempelmeier, H., 1995, S. 179 ff.; ter Haseborg, F., 1979, S. 88 ff., und 1990, S. 705 ff.Google Scholar
  20. 1).
    Siehe Kapitel 5.1.Google Scholar
  21. 2).
    Der Vektor LEV entspricht dann, wie in Kapitel 5.1 erläutert, dem Vektor der Lagerkosten bei eintägiger Lagerung der Bedarfsmengen (LEV).Google Scholar
  22. 3).
    Siehe Kapitel 5.3.Google Scholar
  23. 1).
    Die Lagerungsmatrix hätte in diesem Fall den gleichen Aufbau wie im Grundverfahren.Google Scholar
  24. 2).
    Der Vektor LEV entspricht dann, wie in Kapitel 5.1 erläutert, dem Vektor der Lagerkosten bei eintägiger Lagerung der Bedarfsmengen (LEV).Google Scholar
  25. 3).
    Siehe Kapitel 5.3.Google Scholar
  26. 1).
    Im Hinblick auf eine genaue Erläuterung dieser Kombinationsmöglichkeiten sei auf die Kapitel 5.4 bis 5.6 verwiesen, in denen die Erweiterungsansätze behandelt werden, die die entsprechenden Rahmenbedingungen in die Losgrößenplanung einbeziehen.Google Scholar
  27. 1).
    Die Ermittlung der Losgrößenmatrix unter Verwendung der Rüst- und Lagerungsmatrix und der Bedarfsmengen xt, t = μ,…,T, wurde in Kapitel 5.4 gezeigt.Google Scholar
  28. 2).
    Zur genauen Vorgehensweise sei auf Kapitel 5.6 verwiesen.Google Scholar
  29. 1).
    Da das Beispiel eine tagesgenaue Losgrößenplanung beinhaltet, soll unter einer Periode die Zeitspanne (Anzahl der Tage) zwischen zwei Bedarfszeitpunkten verstanden werden.Google Scholar
  30. 1).
    Falls nicht die gesamten Bestellmengen eingelagert werden müssen, wäre zusätzlich (zum Nettobedarf) die Angabe der geplanten Lagerzugänge erforderlich, um die daraus resultierenden Kapazitätsbelastungen des Lagerbereichs zu berechnen.Google Scholar
  31. 1).
    Die Berechnung der Lagerungsmatrix, die mit Hilfe von Tabelle 48 in zwei Teilschritten erläutert wurde, um die Unterschiede in der Berücksichtigung der verschiedenen Erweiterungsansätze zu verdeutlichen, erfolgt mit Hilfe des in Abbildung 53 dargestellten Algorithmus für jeden Koeffizienten in einem Rechenschritt.Google Scholar
  32. 1).
    Reihenfolge der Untersuchung der Losgrößenkombinationen hinsichtlich ihrer Zulässigkeit.Google Scholar
  33. 1).
    Hierzu müßte man den Algorithmus zur Berechnung der Losgrößenmatrix auf die geplanten Lagerzugänge anwenden. Wenn man diese modifizierte Matrix dann mit dem Koeffizienten cL multiplizieren würde, der die Kapazitätsbelastung pro Mengeneinheit angibt, würde man als Ergebnis die Kapazitätsbelastungsmatrix für den Fall erhalten, daß nur ein Teil des Nettobedarfs gelagert werden muß.Google Scholar
  34. 2).
    Wenn für einen dieser Bereiche die Messung der Kapazität bzw. der Kapazitätsbelastung unmittelbar in Mengeneinheiten erfolgen würde, könnte man — analog zum Beschaffungsbereich — die Losgrößenmatrix zur Berücksichtigung der entsprechenden Restriktionen verwenden.Google Scholar
  35. 1).
    Diese Zusatzinformationen, die man mit Hilfe des hier entwickelten Losgrößenverfahrens gewinnen kann, könnte man beispielsweise dazu verwenden, zu überprüfen, ob sich die entsprechenden Restriktionen nicht mit einem geringeren Geldbetrag aufheben lassen. Diese Aufgabe, die sicherlich in zahlreichen Fällen zu Kosteneinsparungen führen würde, wäre dann allerdings nicht mehr einer Losgrößenplanung im engeren Sinne zuzuordnen. Analysiert werden müßten in diesen Fällen sowohl kurzfristige als auch langfristige Möglichkeiten zur Veränderung der Restriktionen. Langfristige Maßnahmen, die im einzelnen mit Hilfe der Investitionsrechnung geprüft werden müßten oder zu denen Verhandlungen mit den Zulieferern oder Spediteuren erforderlich wären, müßten insbesondere dann in Erwägung gezogen werden, wenn die entsprechenden Engpässe häufiger auftreten würden.Google Scholar
  36. 2).
    Die Notwendig einer solchen Einbeziehung besteht zum Beispiel für alle Erweiterungsmöglichkeiten, die bislang noch nicht für dieses Losgrößenverfahren verfügbar sind, wie beispielsweise für die Problemstellungen der Losgrößenplanung mit Mengenrabatten, Verbundbeziehungen zwischen verschiedenen Produkten usw.Google Scholar
  37. 1).
    In Frage kämen zum Beispiel Überlegungen hinsichtlich der Nutzung weiterer Lager- oder Transportmöglichkeiten, nach denen dann ggf. noch zu suchen wäre, oder Rücksprachen mit dem Lieferanten bzw. Spediteur im Hinblick auf eine Lockerung der Beschaffungs- oder Transportrestriktionen usw.Google Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 2000

Authors and Affiliations

  • Peter François
    • 1
  1. 1.Institut für Automation, Informations- und Produktionsmanagement GmbHFernuniversitätHagenDeutschland

Personalised recommendations