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Die Entwicklung der äußeren Geschlechtsorgane

  • Ernst Horstmann
  • Hans-Egon Stegner
Chapter
Part of the Handbuch der Mikroskopischen Anatomie des Menschen book series (MIKROSKOPISCHEN, volume 7 / 4)

Zusammenfassung

Die äußeren Geschlechtsorgane durchlaufen bis zum Ende des 2. Schwangerschaft smonates eine beiden Geschlechtern gemeinsame Entwicklung (Spaulding 1921, Politzer 1931, 1932, Popper 1937). Doch sollen sich nach Szenes (1924) bereits angedeutete Geschlechtsunterschiede bei 18–24 mm langen Keimen zeigen. Zunächst bildet sich um die Anal-und Urogenitalmembran eine Vorwölbung, der Genitoanalhöcker, der sich bald in dorso-ventraler Richtung streckt. Dadurch entstehen der Genitalhöcker — die Anlage der Clitoris bzw. des Phallus —, der Analhöcker und die beide Höcker verbindenden Geschlechtsfalten. Bei etwa 16 mm langen Embryonen kommt es zum Durchbruch des dorsalen Abschnittes der Kloakenmembran (Analmembran). Der ventrale Abschnitt (Urogenitalmembran) bleibt zunächst erhalten und verdickt sich durch Proliferation der entodermalen Zellage zur Urethralplatte. Die Urethralplatte schließt den Sinus urogenitalis ab. Ein primitives Orificium urogenitale (Fissura urogenitalis) entsteht wenig später durch Rückbildung der dorsalen Abschnitte der Urogenitalmembran. Ventral davon vertieft sich die Urethralplatte zur Urethralfurche. Beide Geschlechtsfalten sind danach durch eine schlitzförmige Dehiszenz voneinander getrennt und entwickeln sich zu den Labia minora. Lateral von den Geschlechtsfalten entstehen durch Mesenchymvermehrung die Geschlechtswülste, die anal wärt s konvergieren und ineinander übergehen.

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Copyright information

© Springer-Verlag, Berlin · Heidelberg 1966

Authors and Affiliations

  • Ernst Horstmann
    • 1
  • Hans-Egon Stegner
    • 2
  1. 1.Anatomisches InstitutUniversität HamburgDeutschland
  2. 2.FrauenklinikUniversität HamburgDeutschland

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