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Die Gliederung des Uterovaginalkanals

  • Ernst Horstmann
  • Hans-Egon Stegner
Part of the Handbuch der Mikroskopischen Anatomie des Menschen book series (MIKROSKOPISCHEN, volume 7 / 4)

Zusammenfassung

Die beiden Müllerschen Epithelrohre verschmelzen bei 50–60 mm langen Embryonen des Menschen zu einem gemeinsamen Uterovaginalkanal. Die unvereinigten, gabelartig auseinanderweichenden Teile des Doppelrohres werden primäre Tuben genannt. Sie gliedern sich jeweils in einen craniocaudal längs der Keimdrüsenanlage verlaufenden und in einen horizontal zur Mitte ziehenden Abschnitt. Der horizontale Teil der primären Tuben wird später in den Uterus einbezogen. Zumindest die sog. Tubenecken des Cavum uteri und die Pars intramuralis des Tubenkanals werden von den horizontalen Abschnitten gebildet. Nach Fischel (1929) liefern sogar die verschmolzenen Teile der Müllerschen Gänge nur die Cervix, während das Corpus insgesamt aus den ursprünglich horizontalen Abschnitten hervorgeht. Der zunächst einheitliche Mesenchymmantel des Uterovaginalkanals läßt bereits Ende des 3. Fetalmonats die definitiven Organgrenzen erkennen. Er gewinnt im unpaaren Abschnitt der Müllerschen Gänge erheblich an Mächtigkeit, während sich die Wand in den paarigen Tubenabschnitten nur mäßig weiterentwickelt. Die mesenchymale Tubenwand differenziert sich nach Schröder (1930) in drei Schichten: das submuköse Bindegewebe, das gefäßreiche Subserosium (Subserosa) und die dazwischen gelegene Muscularis. Nach Frommel (1886), Popoef (1893), Wendeler (1895), Grusdew (1897) und Hörmann (1908) wandeln sich die mesenchymalen Zellen vom 4. Fetalmonat an in deutlich erkennbare, zirkulär verlaufende Muskelzellen um.

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Copyright information

© Springer-Verlag, Berlin · Heidelberg 1966

Authors and Affiliations

  • Ernst Horstmann
    • 1
  • Hans-Egon Stegner
    • 2
  1. 1.Anatomisches InstitutUniversität HamburgDeutschland
  2. 2.FrauenklinikUniversität HamburgDeutschland

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