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Der Hymen

  • Ernst Horstmann
  • Hans-Egon Stegner
Part of the Handbuch der Mikroskopischen Anatomie des Menschen book series (MIKROSKOPISCHEN, volume 7 / 4)

Zusammenfassung

Der Hymen besitzt ein zellreiches bindegewebiges Grundgerüst, das auf der vaginalen und vestibularen Seite von geschichtetem Plattenepithel bedeckt ist. Das bindegewebige Stroma dringt auf der vaginalen Fläche mit hohen Papillen gegen das Epithel vor. Auf der vestibularen Seite ist der Papillarkörper wesentlich schwächer ausgebildet. Die epithelio-mesenchymale Verbindung ist im Bereich des Hymen besonders innig und von Takamura und Sakata (1955) eingehend studiert worden. Das Epithel ist im allgemeinen auf der vaginalen Fläche höher geschichtet als auf der vestibularen Seite. Es zeigt die gleichen cyclischen Veränderungen wie das Scheidenepithel. Dementsprechend sind auch übereinstimmende histochemische Befunde zu erheben. Takamura. Ishida und Sakata (1955) finden Glykogen im Stratum spinosum und superficiale. während die Basalschicht perjodatnegativ ist. Die Glykogendeposition ist in den ersten Schwangerschaftsmonaten am stärksten, um in der zweiten Schwangerschaftshälfte allmählich geringer zu werden. Das subepitheliale Bindegewebe enthält einen Zug elastischer Fasern, gelegentlich auch glatte Muskulatur. Das Stroma ist reichlich vascularisiert. Über die nervöse Versorgung liegen nur einzelne Beobachtungen vor. Krantz (1958) findet in der Region des Hymenairinges zahlreiche freie Nervenendigungen.

Copyright information

© Springer-Verlag, Berlin · Heidelberg 1966

Authors and Affiliations

  • Ernst Horstmann
    • 1
  • Hans-Egon Stegner
    • 2
  1. 1.Anatomisches InstitutUniversität HamburgDeutschland
  2. 2.FrauenklinikUniversität HamburgDeutschland

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