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Labia majora pudendi und Mons pubis

  • Ernst Horstmann
  • Hans-Egon Stegner
Part of the Handbuch der Mikroskopischen Anatomie des Menschen book series (MIKROSKOPISCHEN, volume 7 / 4)

Zusammenfassung

Die Labia majora sind paarige, mit Fettgewebe unterpolsterte Hautwülste. Sie werden lateral durch den Sulcus genito-femoralis und cranial vom Mons pubis begrenzt. Analwärts flachen sie sich ab und können am Damm durch eine Commissura labiorum dorsalis verbunden sein. Die pigmentierte Epidermis enthält Talgdrüsen sowie ekkrine und apokrine Schweißdrüsen (Ohara 1958) (Abb. 106). Die Behaarung ist an der Innenseite schwächer als an der Außenseite und kann am Übergang zum Sulcus interlabialis völlig fehlen. Die lateralen Anteile sind stärker pigmentiert als die medialen. Die großen apokrinen Schweißdrüsen liegen vor allem in der Furche zwischen Labium majus und Labium minus. Freie Talgdrüsen finden sich überwiegend an der Innenseite der großen Labien. Am Grenzflächenrelief von Epithel und Bindegewebe erkennt man deutliche Unterschiede gegenüber dem benachbarten Hautgebiet der Schenkelbeuge (Buttge 1959). Die Epidermisunterseite zeigt ein engmaschiges Netz wulstiger Epithelleisten. Der Papillarkörper ordnet sich konzentrisch um die zahlreichen, dicht stehenden epidermalen Anhangsgebilde (Haartrichter, Drüsenausführungs-gänge). Das Grenzflächenbild ist dadurch gegenüber der Schenkelbeuge stärker ornamental gegliedert. In Richtung auf den Sulcus interlabialis flacht sich das Relief ab. Innen-und Außenseite der Labia majora sind durch die Strichrichtung der Terminalhaare zu trennen. Die Haarspitzen weisen an der Außenseite der Labien nach medial, an der Innenseite nach lateral.

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Copyright information

© Springer-Verlag, Berlin · Heidelberg 1966

Authors and Affiliations

  • Ernst Horstmann
    • 1
  • Hans-Egon Stegner
    • 2
  1. 1.Anatomisches InstitutUniversität HamburgDeutschland
  2. 2.FrauenklinikUniversität HamburgDeutschland

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