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Der Vaginalcyclus

  • Ernst Horstmann
  • Hans-Egon Stegner
Part of the Handbuch der Mikroskopischen Anatomie des Menschen book series (MIKROSKOPISCHEN, volume 7 / 4)

Zusammenfassung

Die cyclischen Veränderungen am Genitale bestehen in einander ablösenden anabolen und katabolen Phasen mit einem funktionellen Höhepunkt zur Zeit des Oestrus. Mit diesem von Heape (1900) dem Griechischen entlehnten Begriff wird die Periode der sexuellen Bereitschaft des Wirbeltierweibchens bezeichnet. Sie steht bei spontan ovulierenden Tieren in zeitlichem Zusammenhang mit dem Follikelsprung. Bei verschiedenen Säugetieren (z.B. Kaninchen, Nerz, Katze) wird der Follikelsprung erst unter dem Reiz der Begattung ausgelöst. Cyclische Blutungen sind Folge einer Hyperämie und daher kein Analogon der mensuellen Blutung der Frau. Lediglich bei den Primaten tritt durch Abstoßung der sekretorisch umgewandelten Uterusschleimhaut eine vergleichbare Regelblutung auf. Die Periodik der Oestruscyclen ist art spezifisch und auch beim Einzeltier variabel. Monoestrische Arten mit jährlich einer Brunstperiode stehen polyoestrischen Tierarten mit jährlich mehreren Cyclen gegenüber. Äußere Faktoren (Domestikation, Gruppenbildung, Paarung oder Trennung der Geschlechter) können die Cyclusperiodik in starkem Maße beeinflussen (van der Lee und Boot 1955, 1956, 1957, Whitten 1954, 1957, Lamond 1958, 1959). Die Mehrzahl der Haussäugetiere ist wie der Mensch kontinuierlich polyoestrisch.

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Copyright information

© Springer-Verlag, Berlin · Heidelberg 1966

Authors and Affiliations

  • Ernst Horstmann
    • 1
  • Hans-Egon Stegner
    • 2
  1. 1.Anatomisches InstitutUniversität HamburgDeutschland
  2. 2.FrauenklinikUniversität HamburgDeutschland

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