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Die Vagina im Neugeborenen- und Kindesalter

  • Ernst Horstmann
  • Hans-Egon Stegner
Part of the Handbuch der Mikroskopischen Anatomie des Menschen book series (MIKROSKOPISCHEN, volume 7 / 4)

Zusammenfassung

Unmittelbar nach der Geburt stehen alle Abschnitte des kindlichen Genitale noch unter der protrahierten Wirkung der placentaren Hormone. Die Scheide zeigt neben der Cervix uteri, den Labia minora und dem Hymen die stärkste Beeinflussung. Die mesen-chymalen Anteile der Neugeborenenvagina sind aufgelockert und durchsaftet. Das Epithel ist hochgeschichtet und besteht aus einer Basal-und Parabasalzone sowie einer breiten oberflächlichen Schicht aus voluminösen, glykogenreichen, in lockerem Verband liegenden Zellen (Smolka und Kosch 1954). Die Zellgrenzen erscheinen in dieser Schicht — die der Intermediärzone des vollentwickelten Epithels entspricht — durch die fixationsbedingte Retraktion des Cytoplasmas auf einen peripheren Saum verbreitert. Das Epithel besitzt dadurch ein wabenartiges Aussehen (Abb. 95). Nur gelegentlich wird es nach oben durch wenige Lagen typischer Superficialzellen mit pyknotischen Kernen abgeschlossen. Zacharescu-Karaman, AlexitJ und Ursu (1937) beobachten dagegen bereits beim Neugeborenen eine sog. intraepitheliale Verhor -nungszone, wie sie Dierks (1927) für das Scheidenepithel der geschlechtsreifen Frau beschrieben hat. Alexiu (1938) findet eine Superficialschicht aus kernlosen, verhornten Zellen.

Copyright information

© Springer-Verlag, Berlin · Heidelberg 1966

Authors and Affiliations

  • Ernst Horstmann
    • 1
  • Hans-Egon Stegner
    • 2
  1. 1.Anatomisches InstitutUniversität HamburgDeutschland
  2. 2.FrauenklinikUniversität HamburgDeutschland

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