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Auszüge aus der Krankengeschichte behandelter Fälle. Folgerungen

  • Karl Müller
  • V. v. Weizsäcker

Zusammenfassung

Wir beabsichtigen hier keine umfassende Beschreibung der Patienten und der therapeutischen Methode. Einiges Eindringendere darüber ist in dem Aufsatz „Über Rechtsneurosen“ (l. c.) darzulegen versucht worden und soll nicht wiederholt werden. Andererseits ist es verfrüht, aus dem Grundgedanken, daß diese Zustände aus einer Dynamik und Erkrankung der Gesellschaft (nicht nur des Individuums) hervorgehen, eine neue psychologische Theorie abzuleiten. Wir begnügen uns daher mit einer rohen Skizze, in der aber das soziale und situative Moment möglichst scharf hervortreten soll und verzichten auf charakterologische und typologische Forschung. Es soll nicht hervortreten, wie der Patient ist, sondern was und wie es aus ihm wird. Dabei soll nicht verschwiegen werden, daß gerade charakterologische und typologische Bezeichnungen in Krankenblättern und Gutachten uns als ein sehr ge fährliches, weil allzu statisches Element der Beurteilung erscheinen. Als Beispiel diene nur die Haupterfahrung, daß die allermeisten Patienten beim Eintritt in die Klinik den Eindruck „typischer Rentenneurotiker“ machen.

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© Julius Springer in Berlin 1930

Authors and Affiliations

  • Karl Müller
  • V. v. Weizsäcker

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