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Zusammenfassung

Es ist eine bekannte Tatsache, daß die Mehrzahl aller katalytischen Reaktionen (diejenigen im Organismus vielleicht teilweise abgezogen) nicht zu den bisher besprochenen Typen gehören, sondern heterogene Katalysen sind. Wir verstehen darunter Katalysen im heterogenen System, und zwar nicht in dem Sinne, daß irgendeine Phase eines solchen Systems Substrat und Katalysator enthält (homogene Katalyse), sondern unter der Einschränkung, daß Katalysator und Substrat nunmehr zwei verschiedenen Phasen angehören sollen. Die Reaktion findet dann naturgemäß, wenigstens in dem katalytisch beschleunigten Maße, nur an der Phasengrenze, der zweidimensionalen Grenzfläche zweier dreidimensionalen Phasen, statt. Der wesentliche Unterschied in der Erscheinungsform gegenüber der homogenen Katalyse liegt daher in dieser Tatsache der Lokalisierung des Chemismus, und Fragen, die dort ganz gegenstandslos waren, wie die nach der Struktur der Grenzflächen und nach der Verteilung ihrer wirksamen Stellen, nach der Verschiebung oder Veränderung der Grenzfläche durch die Reaktion selbst, also topochemische Probleme, treten hier neu auf und kommen zu den alten Grundproblemen der Katalyse hinzu.

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Literatur

  1. 1.
    Fortsetzung der Zusammenstellung der Geschwindigkeitsgleichungen auf S. 162.Google Scholar
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    Schwab u. Rudolph, Z. phys. Chem. 13 (1931). Anm. b. d. Korr.Google Scholar

Copyright information

© Julius Springer in Berlin 1931

Authors and Affiliations

  • Georg-Maria Schwab
    • 1
  1. 1.Universität MünchenDeutschland

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