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Preiserscheinungen des Verkehrswesens

Verkehrstheoretisch-kritische Untersuchungen
  • Emil Sax

Zusammenfassung

Die folgende Niederschrift 1st veranlaßt durch das Buch „Theorie des Güterverkehrs und der Frachtsätze“ von Dr. jur. Oskar Engländer, Eisenbahndirektor, Prof essor an der Deutschen Universität in Prag, 19241).

Literaturhinweise

  1. 1).
    Jena. Verlag von G. Falscher.Google Scholar
  2. 1).
    Bei den folgenden Erörterungen wird es unerläßlich sein, des Öfteren auf den Wortlaut der Ausführungen in den betreffenden Schriften zu verweisen. Zu diesem Zweck werden die Schriften Engländers als „Jahrbuch“, das Buch als „Theorie“ und es wird der erste Band meiner „Verkehrsmittel …“ als „Verkehrslehre“ zitiert. Zur Erleichterung für die Leser, welche die Schrift Engländers über die Preislehre nicht eingesehen haben, sei nachstehendes orientierend bemerkt: Engländer geht bei der Analyse der Preisbestimmungsgründe von der „Preis-Willigkeit“ der Käufer aus und versteht hierunter den „Geldbetrag, den eine Wirtschaft für ein Gut höchstens hinzugeben in der Lage ist“, wobei die Kaufabsicht vorausgesetzt wird. Bisher hat man das bekanntlich Kaufkraft genannt und dabei ebenfalls an den Kaufwillen mitgedacht. Die Preiswilligkeit hängt von den in Frage stehenden Bedürfnissen der Wirtschaft und von ihrem Vermögensstand ab. Die Wirtschaften weisen daher entweder gleiche oder verschiedene Preiswilligkeiten auf. Dann wird unterschieden zwischen allgemeiner und besonderer Preiswilligkeit. Unter der besonderen Preiswilligkeit sind aber nicht die verschiedenen Preiswilligkeiten der Wirtschaften zu verstehen, sondern die allgemeine Preiswilligkeit ist auf ein einziges Stück einer Güterart zu beziehen, die besondere Preiswilligkeit auf das einzelne Gut aus einer Mehrzahl von zu erwerbenden Stücken. Jeder bestimmten allgemeinen Preiswilligkeit entspricht also eine bestimmte besondere Preiswilligkeit im konkreten Fall, gleicher allgemeiner Preiswilligkeit verglichener Wirtschaften gleiche besondere Preiswilligkeit derselben. Die besondere Preiswilligkeit ist wieder verschieden je nach Verschiedenheit der Anzahl Stücke, auf welche sie sich bezieht; sie vermindert sich mit Zunahme der Stücke. Ob diese Terminologie für der Theorie auch bisher schon bekannte Dinge der neuen Preislehre gerade viel Freunde werben werde, list nicht unsere Sache. Dasselbe, was die „Preiswilligkeit“ bedeutet, wird von der subjektiven Werttheorie als „Individualwert“ oder „Zweckwert“ bezeichnet.Google Scholar

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© Verlag von Julius Springer 1926

Authors and Affiliations

  • Emil Sax

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