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Schlusswort

  • Benedikt von Hebenstreit

Zusammenfassung

Wir sind am Ende unseres Ganges durch die Probleme der Verkehrspsychologie angelangt. Wir glauben, alle für den jetzigen Straßenverkehr relevanten psychologischen Gesichtspunkte und Fragestellungen wenigstens im Ansatz aufgezeigt zu haben, wenn wir auch nicht Anspruch auf ein abgeschlossenes und ausgebautes System erheben wollen. Für eine verkehrspsychologische Theorienbildung halten wir beim heutigen Stand unserer Wissenschaft die Zeit noch nicht reif. Vielleicht vermißt der Leser im Inhaltsverzeichnis dieses Buches aber doch ein Problem, von dem man heute immer wieder spricht, nämlich das des Verkehrsunfalles. Ein solcher kommt bekanntlich dann zustande, wenn ein Verkehrsteilnehmer mit einem anderen Verkehrsteilnehmer oder einem Gegenstand auf bzw. neben der Fahrbahn zusammenstößt, so daß Sachschaden, oft auch Schaden an Leib und Leben entsteht. Die Zahl der bei solchen Unfällen ums Leben kommenden Straßenbenutzer steigt immer mehr an. So starben auf dem »Kriegsschauplatz Straße« (209) in der deutschen Bundesrepublik 1960 (240) allein fast 16000 Menschen, viele andere wurden verletzt, manche davon bleiben ihr Leben lang verkrüppelt. Es liegt auf der Hand, daß der Verkehrsunfall, da der Verkehrsteilnehmer daran beteiligt ist, auch zum Gegenstand der Verkehrspsychologie gehört. Allein, es gibt keinen Verkehrsunfall »an sich«, sondern nur einzelne Arten von Verkehrsunfällen, die aus den verschiedensten Gründen entstehen.

Copyright information

© Johann Ambrosius Barth, München 1961

Authors and Affiliations

  • Benedikt von Hebenstreit

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