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Probepunktion, Cytodiagnostik

  • Georg Klemperer

Zusammenfassung

Um zu unterscheiden, ob in den serösen Höhlen oder in der Tiefe der inneren Organe Flüssigkeitsansammlungen vorhanden und welcher Art dieselben sind, bedient man sich der Probepunktion. Dazu bedarf man einer 10–20 ccm haltenden Kekordspritze mit einer 6–10 cm langen, 1–2 mm lichten, scharfen Hohlnadel. Die Spritze muß luftdicht schließen und vor dem Gebrauch zuverlässig sterilisiert sein. Zur Ausführung der Probepunktion muß die betreffende Hautstelle mit Jodtinktur desinfiziert und eventuell mit Äthylchloridspray anästhetisch gemacht werden. Dann sticht man die an der Spritze befestigte Hohlnadel schnell in senkrechter Richtung durch die Haut und die deckende Muskulatur, bis die gewünschte Tiefe erreicht ist. Von da an sticht man sehr langsam weiter in die Tiefe, indem man gleichzeitig aspiriert. Mit der Nadelspitze kann man die Konsistenz und den eventuellen Luftgehalt der durchstochenen Gewebe deutlich tasten. Ist man in festem Gewebe, so federt der losgelassene Stempel zurück; ist man in die Lunge gelangt, so bleibt der Stempel so stehen, wie er losgelassen wird. Ist man in Flüssigkeit geraten, so steigt sie schnell in die Spritze; nur dicklicher Eiter ist oft schwierig zu aspirieren und mit dünnen Hohlnadeln überhaupt nicht zu bekommen.

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Copyright information

© Julius Springer in Berlin 1931

Authors and Affiliations

  • Georg Klemperer
    • 1
  1. 1.Krankenhauses MoabitBerlinDeutschland

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