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Einige allgemeine Sätze über Mehrphasengleichrichter

  • A. Glaser
  • K. Müller-Lübeck

Zusammenfassung

Wie wir schon bei den Zweiphasengleichrichtern feststellten, ist man allgemein bestrebt, die Forderung nach einem möglichst konstanten Gleichstrom mit der anderen Forderung nach einem möglichst sinusförmigen Wechselstrom zu vereinen. Da für Zweiphasengleichrichter die Gleichstromleistung bei konstantem Gleichstrom eine konstante, die Wechselstromleistung bei sinusförmigem Wechselstrom dagegen eine sinusquadratförmig pulsierende ist, so war es naheliegend, die beiden Forderungen durch einen Energiespeicher, also z. B. durch eine Induktivität oder durch einen Kondensator erfüllt zu sehen. Die einem derartigen Energiespeicher eigentümliche Verknüpfung von Strom und Spannung führte jedoch zu der Diskrepanz, daß bei Verwendung nur eines Energiespeichers die Kurvenform entweder nur des Gleichstromes oder des Wechselstromes verbessert werden kann, und zwar immer auf Kosten der Kurvenqualität des anderen Stromes. Man könnte also daran denken, auf zwei Energiespeicher überzugehen. Aber es kommt ein anderer Umstand hinzu, der den praktischen Wert von Energiespeichern stark einschränkt und diese eigentlich nur für kleine Ströme diskutierbar erscheinen läßt.

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Literatur

  1. 1.
    Eine Reihe sehr schöner Oszillogramme finden sich in dem Buch F. Hellmuth: Der Argonalgleichrichter, S. 78. Leipzig: Hachmeister u. Thal 1933. Sie entstammen einer unvollendeten Diss. von Hans Grabow für die T.H. Berlin aus dem Jahre 1922, leider sind die in dem Buch angegebenen Erläuterungen dazu z. T. unzutreffend.Google Scholar
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    Der erste von P. Cooper Hewitt im Jahre 1902 angegebene Gleich¬richter war ein dreiphasiger; erst später wurde der Zweiphasengleichrichter angegeben, der in der Kathodendrossel ein neues Schaltungselement erforderlich machte. Schon bald darauf erkannte man die Möglichkeit der Vier- und Sechsphasengleichrichtung, vgl. Elektrotechn. Z. Bd. 25 ( 1904 ) S. 1106. Zwölfphasengleichrichterschaltungen sind dagegen erst sehr viel später angegeben worden.Google Scholar
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    Die Ableitung und Auswertung der Gleichung (194) verdanke ich E. UhlmannGoogle Scholar
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    Die älteren Angaben in dem Buche Der Quecksilberdampfgleichrichter, Bd. 1 S. 42, 200, 201, bei denen die dort als Ergiebigkeit X bezeichnete Größe der differentiellen Permeabilität u d entspricht, haben damit als überholt zu gelten.Google Scholar
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    Die Werte für die reversible Permeabilität u r gehen auf neuere Mes sungen des Verf. zurück. Die Werte für B, u und u d wurden unter der stillschweigenden Voraussetzung ähnlicher Blecheigenschaften einer Magnetisierungskurve entnommen, die in dem Buche R. Richter: Elektrische Maschinen, Bd. 2 S. 104, Berlin: Julius Springer 1930 [bzw. bei K. O. Lehmann: Arch. Elektrotechn. Bd. 24 (1930) S. 814, 815], wiedergegeben ist.Google Scholar

Copyright information

© Julius Springer in Berlin 1935

Authors and Affiliations

  • A. Glaser
  • K. Müller-Lübeck
    • 1
  1. 1.AEG-ForschungsinstitutBerlin-ReinickendorfDeutschland

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