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Der Zweiphasengleichrichter mit Widerstandsbelastung

  • A. Glaser
  • K. Müller-Lübeck

Zusammenfassung

Das Bestreben zur Verbesserung der Gleichrichterschaltungen ist dahin gerichtet, gleichzeitig einen möglichst gleichförmigen Gleichstrom und einen möglichst sinusförmigen Wechselstrom zu erzielen. Das Einschalten eines Energiespeichers bringt, wie wir bisher feststellten, in dieser Richtung nur einen teilweisen Erfolg, da die Verbesserung des Gleichstromes nur auf Kosten einer Verschlechterung der Kurvenform des Wechselstromes vor sich geht. Es bietet sich jedoch ein anderer Weg, der auch tatsächlich schon von jeher beschritten wurde, nämlich die Erhöhung der Zahl der Schaltfunktionen, d. h. die Erhöhung der Zahl der Ventilstrecken. Für die Gleichrichtung eines einphasigen Wechselstromes eröffnet sich damit die Erhöhung der Zahl der Schaltfunktionen von bisher einer pro Periode auf zwei pro Periode, leider aber auch nicht mehr. Man bezeichnet einen solchen Gleichrichter als Zweiweg- oder besser als Zweiphasengleichrichter1 (weniger glücklich auch oft Vollweggleichrichter).

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Literatur

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Copyright information

© Julius Springer in Berlin 1935

Authors and Affiliations

  • A. Glaser
  • K. Müller-Lübeck
    • 1
  1. 1.AEG-ForschungsinstitutBerlin-ReinickendorfDeutschland

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