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Zusammenfassung

Als Tüpfelanalyse wird eine Arbeitstechnik der analytischen Chemie bezeichnet, welche den Nachweis bestimmter Stoffe durch die Vereinigung eines Tropfens der Probelösung oder tunlichst geringer Mengen fester Substanzen mit einem oder mehreren Tropfen einer Reagenslösung ermöglicht. Prinzipiell können bei hinlänglicher Konzentration der Reaktionsteilnehmer nahezu sämtliche analytisch verwertbare Umsetzungen statt in einem Proberöhrchen auch in Form von Tüpfel- oder Tropfenreaktionen ausgeführt und dabei ihr Eintritt beobachtet werden. Für die praktische Durchführung von Tüpfelnachweisen kommen jedoch nur solche chemischen Umsetzungen in Betracht, die gemäß ihrer Empfindlichkeit bereits bei Verwendung geringer Mengen der Reaktionsteilnehmer Zustandekommen und auch die Auffindung bestimmter Stoffe neben großen Mengen anderer Stoffe ermöglichen. Tüpfelnachweise, denen empfindliche und spezifische Reaktionen zugrunde liegen, können dann nicht nur als Indentitätsreaktionen beispielsweise im Gange der normalen Analyse dienen, sondern erlauben mitunter auch die Lösung besonderer Aufgaben (Reinheitsprüfung usw.). Es führt aber auch die Verwendung von Reaktionen, die nicht ausgesprochen spezifisch sind, zum Ziele, wenn vorher eine Trennung von störenden Bestandteilen vorgenommen wurde; solche für Trennungszwecke erforderliche Maßnahmen (Fällung, Filtration und Reinigung kleiner Niederschlagsmengen) lassen sich wie in den vorhergehenden Kapiteln gezeigt wurde, auch unter Verwendung geringer Mengen an Untersuchungsmaterial bewerkstelligen.

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Refences

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Copyright information

© J. F. Bergmann, München 1931

Authors and Affiliations

  • Fritz Feigl
    • 1
  1. 1.Universität WienAustria

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