Advertisement

Allgemeines über Waagen, Wägung und quantitative Mikromethoden

  • Friedrich Emich

Zusammenfassung

I. Vorbemerkung. Esgibt eine große Anzahl von „Mikrowaagen1“, wobei zunächst bemerkt werden muß, daß feine physikalische Waagen, die etwa 0,001 mg angeben, seit langem bekannt sind. Meist waren es Vakuumwaagen, die, z. B. für Eichzwecke bestimmt, für die gewöhnliche Laboratoriumsarbeit zu unbequem sind. Später hat sich namentlich die Nernstwaage bei hunderten von Bestimmungen bewährt. Leider kann sie nur mit 50–0 mg belastet werden. Es war deshalb sehr verdienstvoll, daß Peegl in der von Kuhlmann konstruierten (und von mir schon 1906 benutzten) Probierwaage ein Instrument fand, das bei sachgemäßer Behandlung nicht, wie ursprünglich gedacht, etwa 0,01 mg, sondern sogar 0,001–0,002 mg zu wägen erlaubt. Und da es eine beiderseitige Belastung von 20 g gestattet, war damit vor allem der Weg für die Durchführung von organischen Mikroanalysen ermöglicht, wobei zumal die Absorptionsapparate größere Anforderungen an die Tragfähigkeit der Waage stellen. Aber auch für die anorganische Arbeit bedeutete die Einführung der Kuhlmann-Waage insofern einen Fortschritt, als man nun auch Tiegel, Filterröhrchen usw. anwenden konnte2.

Preview

Unable to display preview. Download preview PDF.

Unable to display preview. Download preview PDF.

Refences

  1. 1.
    Vgl. meine Zusammenstellung in Abderhaldens Handbuch: 9. Erg.-Bd., S. 55—147, gekürzt wiedergegeben in Abt. I, T. 3 desselben Werks, S. 183 f. (Wien u. Berlin 1921).Google Scholar
  2. 2.
    In der dritten Auflage seiner Quant, organ. Mikroanalyse (Berlin 1930) wendet sich Pbegl S. 8 gegen die von mir S. 73 im Lehrbuch der Mikrochemie (München 1926) ausgesprochene Behauptung, daß die KUHLMANNSche Waage Nr 19 b wesentlich dieselbe Leistungsfähigkeit habe, wie die spätere, verbesserte „Mikrochemische Waage“. Ich werde auf diese Meinungsverschiedenheit bei anderer Gelegenheit zurückkommen; nach einem Brief, den ich von Prof. Pbegl im Herbst 1929 erhielt, könnte ein Mißverständnis vorliegen.Google Scholar
  3. 1.
    Vgl. z. B. Saar: Z. Unt. Nähr.-u. Gen.-M. 47, 169 (1924); THIEL; Physiko-chem. Praktikum 11, Berlin 1926; Fresenius: Quant. Anal. 1, 211 f. (1903); G. Bruhns: Chem. Centr. I, 2768 etc. (1930).Google Scholar
  4. 2.
    Methoden der Mikrochemie in Abderhaldens Handbuch, I. 3, S. 259. Wien und Berlin 1921.Google Scholar
  5. 3.
    Lundegυrdh: Die quantitative Spektralanalyse der Elemente, Jena 1929. — Der in diesem Buch S. 138 ausgesprochene Satz „ … für die meisten Elemente gibt es überhaupt keine ganz zuverlässigen Mikromethoden“ kommt einer Verurteilung der quantitativen Mikroanalyse in Bausch und Bogen gleich und ist m. E. unrichtig. Vgl. Z. anal. Chem. 80, 320 (1930). S. die 71. Übung.Google Scholar

Copyright information

© J. F. Bergmann, München 1931

Authors and Affiliations

  • Friedrich Emich

There are no affiliations available

Personalised recommendations