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Organische Chemie

  • G. A. Buchheister
  • Georg Ottersbach

Zusammenfassung

Zu den organischen Verbindungen rechnete man früher nur solche, die durch den Lebensvorgang im tierischen und pflanzlichen Körper gebildet werden, z. B. Stärke, Fette und Üle, Eiweißstoffe, Pflanzensäuren, wie Weinsäure, Zitronensäure, Essigsäure, Benzoesäure, ferner Harnstoff, Pflanzengifte usw. Man glaubte, es sei nicht möglich, derartige Stoffe aus den Elementen oder aus anorganischen Stoffen künstlich herzustellen. Diese Meinung mußte aufgegeben werden, als im Jahre 1828 Wohl er die Darstellung, die S)rnthese des Harnstoffes aus elementaren Bestandteilen gelang und seitdem eine ganze Reihe anderer Stoffe des Tier- und Pflanzenreiches künstlich bereitet wurden. Obschon nun damit die Grenze zwischen anorganischen und organischen Verbindungen verwischt wurde, hat man trotzdem die alte Einteilung beibehalten, weil die organischen Verbindungen insofern tatsächlich eine geschlossene Körpergruppe bilden, als sie sämtlich Verbindungen des Kohlenstoffes sind, und weil ihre Zahl ungemein groß ist, so daß die gesonderte Abhandlung zweckmäßig erscheint. Auch ist die Zusammensetzung sehr vieler organischer Verbindungen eine verwickeitere als die der anorganischen, so daß es dem Lernenden eine Erleichterung gewährt, wenn er erst dann in das Studium der Kohlenstoffverbindungen eingeführt wird, nachdem die Verbindungen der übrigen Elemente besprochen worden sind.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1928

Authors and Affiliations

  • G. A. Buchheister
  • Georg Ottersbach
    • 1
  1. 1.HamburgDeutschland

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