Advertisement

Stabilität in Drehstromverbundsystemen

Chapter
  • 45 Downloads

Zusammenfassung

Untersuchungen der dynamischen Stabilität beziehen sich immer auf gewisse konkrete Störungen eines statisch stabilen Verbundbetriebs. Die statische Stabilität ist daher Voraussetzung für diese Untersuchungen. Auf die Untersuchung der statischen Stabilität in Netzen wird im folgenden Kapitel näher eingegangen. Die konkreten Störungen, welche den stabilen eingeschwungenen Zustand stören, werden durch Schalt-handlungen hervorgerufen und können sein: Laststöße, Kurzschlüsse, Unterbrechungen. Die hierdurch hervorgerufenen Pendelungen sind i. allg. so groß, daß sie nicht mehr nach der Theorie der kleinen Schwingungen behandelt werden können. Da die zugrunde liegenden Differentialgleichungen nichtlinear sind, kann die Frage — stabil oder nicht stabil — nur von Fall zu Fall entschieden werden. Man kann daher auch niemals sagen „ein Netz ist dynamisch stabil“, sondern nur „ein Netz ist in bezug auf eine konkrete Störung stabil unter den gegebenen Anfangsbedingungen (bzw. nicht stabil)“. Im Fall der Stabilität wird nach erfolgter Störung eine Gleichgewichtslage (entweder die ursprüngliche oder z. ß. im Falle eines anderen Schaltzustandes eine neue) asymptotisch erreicht. Da man mit einer endlichen Schritt-für-Schritt-Rechnung nur einen endlichen Zeitraum überblicken kann, wird in der Praxis eine Rechnung als ausreichend betrachtet, die so lange durchgeführt wird, bis sämtliche transienten Polradwinkel ihre maximale Auslenkung überschritten und ihre Bewegungsrichtung umgekehrt haben.

Preview

Unable to display preview. Download preview PDF.

Unable to display preview. Download preview PDF.

Literaturverzeichnis

  1. [13.1]
    Adamson, C., u. A. M. S. El-Serafi: Representation of saliency on a.-c. network analysers. Proc. IEE C, 104 (1956) 108–115.Google Scholar
  2. [13.2]
    Bauer, H.: Die Stabilität von Phasenschiebern in Verbundsystemen. ETZ-A 74 (1953) 441–445.Google Scholar
  3. [13.3]
    —: Stabilität von Drehstromverbundsystemen. Siemens-Z. 27 (1953) 295–311.Google Scholar
  4. [13.4]
    Dyrkacz, M. S., u. D. G. Lewis: A New Digital Transient Stability Program. Trans. AIEE III, 78 (Oct. 1959) 913–919.Google Scholar
  5. [13.5]
    Edelmann, H.: Ein Kriterium für die aperiodische bzw. rein oszillatorische Stabilität und der Zusammenhang mit Reaktanztheoremen. Regelungstechn. 2, 264-267.Google Scholar
  6. [13.6]
    —: Die statische Stabilität von Schenkelpolmaschinen im Verbundbetrieb. Arch. Elektrotechn. 43 (1957) 289–303.CrossRefGoogle Scholar
  7. [13.7]
    Falk, S.: Neue Verfahren zur direkten Lösung algebraischer Eigenwertprobleme. Abh. Braunschweig. Wiss. Ges. VI (1954) 166–194.MathSciNetGoogle Scholar
  8. [13.8]
    Frey, W.: Die statische Stabilität eines Netzes mit mehreren Synchronmaschinen. BBC-Mitt. 31 (Mai 1944) 166–172.Google Scholar
  9. [13.9]
    Haas, H.-L.: Bestimmung der Eigenwerte des allgemeinen Eigenwertproblems. Numerische Mathematik 2 (1960) 341–343.MathSciNetzbMATHCrossRefGoogle Scholar
  10. [13.10]
    Johnson, D. L., u. J. B. Ward: The Solution of Power System Stability Problems by Means of Digital Computers. Trans. AIEE III (Febr. 1957), 1321–1327.Google Scholar
  11. [13.11]
    Laible, Th.: Moderne Methoden zur Behandlung nichtstationärer Vorgänge in elektrischen Maschinen. Bull SEV 41 (1950) 525–536.Google Scholar
  12. [13.12]
    —: Verhalten der Synchronmaschine bei Störungen der Stabilität. Bull. SEV 45 (1954) 660–664.Google Scholar
  13. [13.13]
    Lane, C. M., R. W. Long u. J. N. Powers: Transient Stability Studies II — Automatic Digital Computation. Trans. AIEE III 77 (Febr. 1959) 1291–1296.Google Scholar
  14. [13.14]
    Müller-Strobel, J.: Die statische und dynamische Stabilität von Synchronmaschinen in vermaschten Netzen. Arch. Elektrotechn. 36 (1942) 573–584.CrossRefGoogle Scholar
  15. [13.14a]
    —: Beweis eines Stabilitätskriteriums. Arch. Elektrotechn. 37 (1943) 509–517.CrossRefGoogle Scholar
  16. [13.15]
    —: Störungstheorie u. Stabilität. Anwendung der Störungstheorie zur näherungsweisen Bestimmung der statischen Stabilitätsgrenzen von Synchronmaschinen in vermaschten Netzen. Arch. Elektrotechn. 37 (1943) 555–570.zbMATHCrossRefGoogle Scholar
  17. [13.16]
    Robert, R.: Micromachines and Micronetwork Study of the Problems of the Transient Stability by the Use of Models SimilarElectromechanically to Existing Machines and Systems. CIGRE, Paris 1950, Paper No. 338.Google Scholar
  18. [13.17]
    Rindt, L. J., R. W. Long u. R. T. Byerly: Transient Stability Studies III-Improved Computational Techniques. Trans. AIEE III, 78 (Febr. 1960) 1673–1677.Google Scholar
  19. [13.18]
    Shankle, D. F., C. M. Murphy, R. W. Long u. E. L. Harder: Transient-Stability Studies I — Synchronous and Induction Machines. Trans. AIEE III-B 73 (Febr. 1955) 1563–1580.Google Scholar
  20. [13.19]
    Stagg, G. W., A. F. Gabrielle, D. R. Moore u. J. F. Hohenstein: Calculation of Transient Stability Problems Using a High-Speed Digital Computer. Trans. AIEE III, 78 (Aug. 1959) 566–574.Google Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag OHG., Berlin/Göttingen/Heidelberg 1963

Authors and Affiliations

  1. 1.Technischen HochschuleDarmstadtDeutschland
  2. 2.Siemens-Schuckert-Werke AGErlangenDeutschland

Personalised recommendations